Fussball
Burglichtenberg: Unerwartete Abstiegssorgen
Wäre nur dieses Spielsystem mit Auf- und Abstiegsrunde nicht … Wahrscheinlich läge die TSG Burglichtenberg in der A-Klasse irgendwo im Tabellenmittelfeld, ohne sich große Sorgen um den Klassenverbleib machen zu müssen. Aber aktuell, vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Steinwenden II, sieht es anders aus. Nach guter erster Saisonhälfte, mit Siegen unter anderem gegen den FV Kusel und die SG GlanAlb, die beide in der Aufstiegsrunde agieren, stand die Elf um Spielertrainer Fabian Schmidt richtig gut da. Der Einzug in die Aufstiegsrunde schien nur Formsache zu sein. Doch auf den letzten Metern der Gruppenphase, auch personell bedingt, ging der Truppe die Luft aus. Und anstatt viele Punkte mit in die Aufstiegsrunde zu nehmen hieß es dann: Ab in die Abstiegsrunde, mit einer eher bescheidenen Anzahl an Mitnahmepunkten.
Dort hat die TSG bislang fünf Spiele absolviert, davon zwei gewonnen, drei verloren. „Wir haben gleich zu Beginn gegen Steinwenden II und Schönenberg klar und verdient verloren. Mit 0:6 und 0:4 waren das richtige Klatschen. Gegen Spesbach war es ein wichtiger Sieg, in Breitenbach müssen wir eigentlich auch gewinnen, verlieren dann aber knapp. Und der Heimsieg gegen Bechhofen war natürlich Pflicht“, fasst Schmidt zusammen.
Corona bestimmt den Kader für Sonntag
In der Tabelle der A-Klasse-Abstiegsrunde rangiert seine Mannschaft aktuell mit 15 Punkten auf Platz sieben von zehn Teams. Kein sicherer, aber ein doch wahrscheinlicher Abstiegsplatz. Und so weiß der Coach auch, was in den nächsten Wochen nötig ist: „Ich denke, dass wir noch eine zweistellige Anzahl an Punkten brauchen. Einstellig reicht wohl eher nicht, wenn tatsächlich fünf Mannschaften absteigen.“ Das Problem: Es verbleiben nur noch die jeweiligen fünf Rückspiele gegen Steinwenden II, Schönenberg, in Spesbach, gegen Breitenbach/Dunzweiler sowie auswärts gegen Bechhofen/Lambsborn. „Ich bin aber immer optimistisch und positiv gestimmt. Wir haben gezeigt, dass wir Gegner wie beispielsweise Spesbach schlagen können“, sagt Schmidt.
Personell ist die Lage in Thallichtenberg weiter angespannt. Fünf, sechs Corona-Fälle habe es kürzlich im Kreis der Mannschaft gegeben. Der Trainer hofft, dass diese Spieler bis Sonntag wieder zur Verfügung stehen. Zudem fehle Co-Trainer Tobias Schad nach einem kürzlich erlittenen Schlüsselbeinbruch länger. „Es reißt einfach nicht ab“, seufzt Schmidt, der aber unabhängig von der künftigen Ligazugehörigkeit auch im kommenden Jahr weiter gemeinsam mit Schad die sportliche Verantwortung bei der TSG trägt.
Wille ist ausschlaggebend
Mit dem SV Steinwenden II kommt am Sonntag der Tabellendritte der Abstiegsrunde ins Burgstadion. Alle Sorgen sind sie aber auch noch nicht los. „Ich hoffe, dass wir ihnen so lange es geht, Paroli bieten und durch Nadelstiche nach vorne selbst gefährlich werden können. Wir wollen es Steinwenden, die eine richtig gute Mannschaft haben, schwer machen und etwas Zählbares erreichen. Wenn wir in unserem Heimspiel den nötigen Willen zeigen, ist das auch drin“, hofft Schmidt und tippt auf ein 1:1.
Die Spiele im Überblick
A-Klasse KUS-KL Aufstiegsrunde: FV Kusel – FV Ramstein, SG GlanAlb – SV Mackenbach, FV Kindsbach – TSG Wolfstein-Roßbach, VfB Waldmohr – VfB Reichenbach II (alle So, 15)
A-Klasse KUS-KL Abstiegsrunde: TuS Glan-Münchweiler – SG Bechhofen/Lambsborn (Sa, 16), TSG Burglichtenberg – SV Steinwenden II, SG Breitenbach/Dunzweiler – SV Nanz-Dietschweiler II, TuS Schönenberg – VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler (alle So, 15), SV Spesbach – SG Hüffler/Wahnwegen (So, 16), SG Bechhofen/Lambsborn – SG Hüffler/Wahnwegen (Mi, 19), SV Steinwenden II – VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler (Do, 19)