Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga Westpfalz: Spannung im Abstiegskampf

 Lukas Dein (links) von der TSG Wolfstein-Roßbach wird im Nachholspiel von Dimitri Klich von den VB Zweibrücken abgeblockt. Durc
Lukas Dein (links) von der TSG Wolfstein-Roßbach wird im Nachholspiel von Dimitri Klich von den VB Zweibrücken abgeblockt. Durch die Niederlage hat die TSG nun keine Chance mehr auf Platz zwei.

Weil die TSG Wolfstein-Roßbach in der Bezirksliga Westpfalz unter der Woche gepatzt hat, ist die Relegation für den SV Nanz-Dietschweiler gesichert. Das absolut rettende Ufer zu erreichen, wird für den TuS Schönenberg zur Mammutaufgabe.

„Wir haben nicht gut gespielt, ganz klar“, gab Spielertrainer Johannes Schell nach der 2:4-Niederlage seiner TSG Wolfstein-Roßbach am Donnerstagabend bei den VB Zweibrücken zu Protokoll. Das Spiel war wegen der Unwetter vom vergangenen Samstag auf den Donnerstag verlegt worden, „Und ja, wir können jetzt vielleicht auch einen Moment enttäuscht sein. Aber ich hoffe, dass sich dann ganz schnell die Erkenntnis durchsetzt, dass wir als Aufsteiger eine richtig gute Saison gespielt haben und diese auf einem ebenso guten dritten Platz beenden“, erklärt er weiter.

Würdig verabschieden

Und zwar unabhängig vom Ausgang des letzten Spiels am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten SV Palatia Contwig, „wo wir nochmal alles raushauen und uns würdig vor unserem treuen Anhang in die Sommerpause verabschieden wollen.“ Idealerweise springt dabei der 21. Saisonsieg heraus. Mit welchem Personal er das angehen kann, war für Johannes Schell am Freitagvormittag noch nicht klar: „Wir haben ein paar Angeschlagene in unseren Reihen. Aber wir werden auch zum letzten Spiel nochmal eine gute Truppe aufs Feld bringen.“

Enorm wichtige drei Punkte hatte es letzte Woche für den TuS Schönenberg gegeben. Im Sechs-Punkte-Spiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Konni Weis gegen Abstiegskandidat Fehrbach durch. Und nun steht der TuS einen Spieltag vor Schluss auf dem vordersten der sechs potenziellen Abstiegsränge.

Das rettende Ufer

Drei mögliche tabellarische Konstellationen sind für den TuS einen Spieltag vor Saisonschluss noch möglich: Wenn es ideal läuft, haben die Schönenberger das rettende Ufer sicher. Dafür müssten sie am Sonntag gegen Primus SV Kirchheimbolanden siegen. Und sich dann noch in einem Entscheidungsspiel gegen Rockenhausen/Dörnbach durchsetzen. Zittern müssten sie hingegen bei einem Verbleib auf Rang zwölf. Und wenn es ganz übel läuft, rutscht der TuS noch einen Rang weiter runter. Und dann wird der Kreisrivale aus Nanzdietschweiler eine entscheidende Rolle spielen: Denn gewinnt der SV seine Relegation um die Landesliga, wird einer der sechs potenziellen Bezirksliga-Abstiegsränge gestrichen.

„Die Stimmung nach dem Spiel war natürlich super“, blickt Spielleiter Timmy Weis auf die Emotionen nach dem Kellerduell zurück. Die Schönenberger erspielten sich über die gesamte Partie hinweg ein Chancenplus und siegten folglich verdient.

Ausgerechnet beim Meister

Zweimal waren sie vom Punkt aus erfolgreich. Zudem wurde die ein oder andere Großchance liegen gelassen. Und hinten ließ der TuS nichts anbrennen. Mit einem ähnlich souveränen Auftritt gilt es gegen Kibo zu performen.

Der Primus hat den Landesligaaufstieg zwar schon sicher eingetütet. Dennoch wird der Meister im letzten Saisonspiel – und das noch vor heimischer Kulisse – sicher nicht die Füße vom Gas nehmen. Im Hinspiel unterlag der TuS eindeutig mit 0:5. Jedoch befanden sich die Schönenberger damals in einem absoluten Negativtrend. Von welchem seit ein paar Monaten nicht mehr die Rede sein kann. „Wir schauen in erster Linie auf uns und versuchen das Beste beim Meister herauszuholen“, hält Timmy Weis überzeugt fest. Weiter führt er optimistisch aus: „Solange wir es schaffen können, glauben wir auch daran.“

Damit hätten die Anhänger des SV Nanz-Dietschweiler nicht gerechnet: Die TSG Wolfstein-Roßbach patzte als Drittplatzierter beim schon sicheren Absteiger VB Zweibrücken. Und damit ist für die „Rowos“ der Vier-Punkte-Rückstand auf Nanzdietschweiler binnen einer verbleibenden Partie nicht mehr aufzuholen. Der volle Fokus liegt nun also auf der anstehenden Relegation. Insgesamt hat sich der SV mit dem Erreichen der Relegation für seine vor allem außerordentlich starke Rückrunde belohnt.

Der Druck ist weg

Vergangene Woche meisterten die Nanzdietschweilerer ihre Pflichtaufgabe gegen die Spielgemeinschaft aus der Region rund um Oberarnbach. Mit 3:0 setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Fabain Lauder durch. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit noch schwergetan“, blickt Lauder zurück.

Etwas ängstlich trat seine Mannschaft auf. Spielerisch fand die Truppe zu wenige Lösungen und probierte viel über lange Bälle. Hauptsache kein Gegentor war die Devise. Doch ab Mitte der ersten Halbzeit schalteten die Nanzdietschweilerer einen Gang höher und kamen in Fahrt. Letztlich erspielten sie sich in Abschnitt zwei eine Vielzahl an Chancen und siegten hochverdient.

Dass die Nanzdietschweilerer am Sonntag nicht mehr unter Zugzwang stehen würden, hatte sich erst am Donnerstag herausgestellt. Lauder rechnete dabei fest mit einem Sieg des Kuseler Konkurrenten. Trotz des nun sicheren zweiten Platzes möchte Lauders Elf gegen Schlusslicht Mannweiler einen guten Auftritt hinlegen. Vor heimischer Kulisse gilt es, sich gebührend aus der Saison zu verabschieden. Um dann in der Relegation das große Ziel klarzumachen: den Aufstieg in die Landesliga!

Saison beendet

Für den TuS Bedesbach-Patersbach ist bereits Saisonschluss. Im letzten Spiel von Trainer Thomas Löber setzten sich die „Bepas“ mit 1:0 gegen Alsenborn durch und wurden dem Saisonziel, unter den besten Fünf in der Bezirksliga Westpfalz zu stehen, gerecht.

x