Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga Westpfalz: Kerwe-Triumph noch in den Knochen

Trainer Thomas Löber vom TuS Bedesbach- Patersbach.
Trainer Thomas Löber vom TuS Bedesbach- Patersbach.

Nach einem erfolgreichen Kerwespiel hat Bezirksligist TuS Schönenberg im Pokal gepatzt. TuS Bedesbach-Patersbach steckt in einer kleinen Ergebniskrise.

Der TuS Schönenberg hat ereignisreiche Tage hinter sich. Am vergangenen Sonntag fertigte er die FCK-Portugiesen im Kerwespiel mit 2:0 ab. Nach den darauf folgenden Feierlichkeiten war Mittwoch im Pokalspiel gegen den FV Kindsbach die Luft raus.

„Es war das erwartet schwere Spiel“, analysiert Trainer Daniel Rensch die Kerwepartie gegen die FCK-Portugiesen. „Wir haben es aber echt gut gemacht und wenig zugelassen.“ Nils Eckfelder besorgte beide Tore (11., 86.). Und danach wurde ausgelassen gefeiert. „Samstag, Sonntag und Montag wurde ordentlich durchgezogen“, sagt Rensch lachend. „Eventuell hat uns das beim Pokalspiel noch etwas in den Knochen gesteckt“, fügt er scherzend hinzu.

Mittwochabend hieß der Gegner im Verbandspokal FV Kindsbach. Der A-Klasse-Gegner dominierte die Partie. Bei den Schönenbergern fehlte es etwas an der Abstimmung. Rensch räumt aber ein: „Die haben unsere Abwehr teilweise echt gut überspielt gekriegt.“ So stand es nach 24 Minuten bereits 4:1 für Kindsbach. Im zweiten Abschnitt kam der TuS durch das 2:4 von Joshua Arnold (52.) nochmal zurück. Aber der heimische FV machte klar, dass ihm der Sieg nicht zu nehmen war und brachte die Partie mit 6:3 zu Ende. „Abhaken und weitermachen“, heißt es für Rensch.

Am Samstag steht bereits das nächste Ligaspiel an. Mit der SG Rockenhausen/Dörnbach erwartet die Schönenberger ein gestandener Bezirksligist. „Bislang haben wir nur gegen Mitaufsteiger gespielt“, erklärt der Trainer. Die Marschroute ist aber klar: „Wir wollen drei Punkte holen.“

Beim TuS Bedesbach-Patersbach läuft es momentan nicht ganz rund. Auf die 1:4-Derbyniederlage gegen den SV Nanz-Dietschweiler folgte am Mittwochabend gegen die „Rowos“ eine 2:4-Niederlage. Beide Spiele hatten eines gemeinsam. Bedesbach-Patersbach verpennte jeweils den Einstieg in die Partie. Gegen die Nanzdietschweilerer lagen die „Bepas“ nach 45 Minuten bereits mit 0:4 zurück. Gegen Wolfstein-Roßbach war es ähnlich. Mit einem 0:3-Rückstand ging der TuS in die Kabine. Dann berappelte er sich und konnte noch auf 2:4 verkürzen. „Wir können uns das nicht ganz erklären“, räumt Trainer Thomas Löber ein. Er analysiert: „Hinten stehen wir nicht stabil genug, daran müssen wir unbedingt arbeiten.“

Am Sonntag hat sein Team die Gelegenheit, den Negativtrend zu beenden. Es geht zum SV Battweiler. Der SV verpatzte den Saisonstart und sammelte in den ersten drei Partien noch keine Punkte. Löber schätzt den Gegner als sehr heimstark ein, will aber unbedingt punkten. „Wir werden aus dem Tal der Tränen wieder herauskommen und das Spiel gewinnen“, kündigt er an. Verletzungsbedingt werden Tobias Daniel und Christopher Steiger fehlen.

Auf die TSG Wolfstein-Roßbach warten derweil in der Bezirksliga harte Tage und Wochen. Nach drei Siegen aus drei Spielen in der Liga und zwei Erfolgen im Verbandspokal, dem letzten davon erst am Mittwoch, geht es nun Schlag auf Schlag für den Tabellenzweiten weiter. Am Samstag steht das eigene Kerwespiel gegen den VfB Reichenbach auf dem Plan, ehe die TSG in der kommenden Woche zunächst donnerstags bei der SG Rockenhausen/Dörnbach (in Dörnbach) und dann samstags auch noch in Alsenborn jeweils zum Festspiel antritt. „Ein strammes Programm, aber wir nehmen das, wie es kommt. Wir sind gut drauf, und ich sehe die Möglichkeit, alle Spiele erfolgreich bestreiten zu können“, gibt sich TSG-Spielertrainer Johannes Schell optimistisch.

Zunächst einmal steht nun aber das Derby gegen den VfB Reichenbach an. In Wolfstein wird dieses Jahr erstmals Ende August und nicht erst am vierten Wochenende im Oktober Kerwe gefeiert. Und natürlich sollen die Spiele am Festwochenende – die zweite Mannschaft empfängt die SG Jettenbach/Eßweiler/Rothselberg ebenfalls zum Lokalkampf – möglichst erfolgreich gestaltet werden.

„Das ist das Ziel. Wir werden wieder zwei Kader auf die Beine stellen, die in der Lage sind, ihre Spiele zu gewinnen. Und mit zwei Siegen im Rücken feiert es sich natürlich besser“, hofft Schell auf Sieg Nummer vier in der Bezirksliga und die ersten Punkte für die „Zweite“ in der B-Klasse.

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