Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga-Derby: TuS Schönenberg gegen SV Nanz-Dietschweiler

 Sprintduell: Nico Dannenfelser (SV Kirchheimbolanden) gegen Nanz-Dietschweilers Spielertrainer Fabian Lauder (Mitte, in Blau).
Sprintduell: Nico Dannenfelser (SV Kirchheimbolanden) gegen Nanz-Dietschweilers Spielertrainer Fabian Lauder (Mitte, in Blau).

Das Bezirksliga-Duell TuS Schönenberg gegen den SV Nanz-Dietschweiler elektrisiert. Beide brauchen dringend Punkte, denn der TuS will auf einen Nichtabstiegsplatz, der SV hoch auf den Relegationsplatz. Die „Bepas“ hingegen vollbringen für ihre Möglichkeiten Großes.

Am vergangenen Spieltag kam für den TuS Schönenberg alles anders als geplant: Die Schönenberger unterlagen in Trippstadt deutlich mit 2:5 und fielen dabei in alte Muster zurück. Gleichzeitig absolvierte der Konkurrent seine Pflichtaufgabe. Battweiler rechnete souverän mit Zweibrücken ab und zog am TuS vorbei ans rettende Ufer. Mindestens ein Pünktchen muss gegen Nanz-Dietschweiler am Sonntag (16 Uhr) also drin sein.

„Wir haben uns das anders vorgestellt“, blickt Spielleiter Timmy Weis auf das letzte Spiel zurück. Seine Truppe leistete sich den ein oder anderen individuellen Fehler zu viel. Und Trippstadts Offensivmann Maximilian Lauhoff bestrafte diese mit einem lupenreinen Hattrick. Aber die Schönenberger werden sich von dieser einen Niederlage nicht unterkriegen lassen. Es gilt zu vermeiden, wieder in einen Abwärtstrend zu rutschen. Denn Mitte der Saison verlor der TuS sage und schreibe acht Partien am Stück.

Kondition im Abstiegskampf

Aber seit dem Jahreswechsel ging es wieder stark bergauf. Der TuS stand letzte Woche jedenfalls wieder über dem Strich. Doch einen Patzer leisteten sich die Schönenberger, und die Battweilerer zogen vorbei. „Wir haben die ganze Zeit schon davon gesprochen, dass es ein Marathon wird“, erklärt Weis im Hinblick auf die benötigte Kondition im Abstiegskampf.

Am Sonntag zählt Alles oder Nichts für Nanzdietschweiler. Im Pokalspiel letzten Sommer setzte sich der TuS als frischer Aufsteiger eindrucksvoll mit 5:1 durch. Und in der Liga quittierten sie in derselben Höhe die Rechnung. Es ist also alles offen.

4:0 zur Pause auch der Endstand

Einen wichtigen Sieg fuhr der SV Nanz-Dietschweiler unter der Leitung von Spielertrainer Fabian Lauder vor allem nach einer starken ersten Hälfte vergangene Woche ein. Und jetzt zählt es so richtig: Auf Rang drei lauern die Nanzdietschweilerer mit einem Punkt Rückstand auf die TSG Wolfstein-Roßbach. Und für den Rivalen geht es am Sonntag gegen den namhaftesten Gegner der Liga.

„Das war ein wichtiger Sieg gegen Contwig“, blickt Lauder auf die erfolgreich absolvierte Pflichtaufgabe vergangenen Sonntag zurück. 4:0 lautete der Pausenstand und gleichzeitig auch der Endstand. Die Nanzdietschweilerer starteten gut in die Partie und hatten die meisten Feldvorteile. Nach der Pause zeigte der Kuseler Bezirksligist nicht mehr die Brillanz wie zuvor und verwaltete das Ergebnis.

Die „Bepas“ mussten „vorsitzen“

Am Sonntag gilt es gegen den TuS, einen Dreier zu holen. Denn sollten die „Rowos“ gegen Spitzenreiter Kirchheimbolanden verlieren oder auch nur unentschieden spielen, hieße das für Lauders Truppe der Relegationsplatz. Aber der Spielertrainer warnt. „Das ist eine sehr gute Mannschaft, die besser spielen kann, als sie dastehen“, hält Lauder mahnend fest. „Wir müssen schauen, dass wir von Anfang an Vollgas fahren und ohne Angst ins Spiel reingehen“.

Der TuS Bedesbach-Patersbach war fleißig und musste nachsitzen. Beziehungsweise eher „vorsitzen“, denn mit der vorgezogenen Partie am Dienstag umgingen der TuS und Waldfischbach-Burgalben den ungünstig platzierten letzten Spieltag. Denn an diesem Wochenende steht das große DFB-Pokal-Finale in Berlin an. Am Sonntag fuhr Löbers Elf gegen die Oberarnbacher Spielgemeinschaft ein Unentschieden ein. Und am Dienstag darauf besiegten die Blau-Weißen den Tabellennachbarn Waldfischbach-Burgalben knapp mit 1:0.

„Jede Woche ein Mosaik zusammenbauen“

Spiel für Spiel stehen die „Bepas“ vor einer großen Aufgabe. Und die lautet, elf fitte Spieler auf den Platz zu bekommen. „Jede Woche muss man würfeln und ein Mosaik zusammenbauen“, hält Löber genervt fest. Und auch seine Mannschaft ist anlässlich des Kaderproblems froh, dass sich die Saison dem Ende zuneigt.

Dennoch vollbringen die „Bepas“ für ihre Möglichkeiten Großes. Rang fünf lautet der aktuelle Stand. Und damit können sie mehr als zufrieden sein. Die Stimmung war nach der Oberarnbach-Partie etwas geknickt, doch mit dem Sieg gegen Waldfischbach-Burgalben kam es wieder zu einer wohlgestimmten Laune. Am Sonntag geht es gegen das Schlusslicht. Nur noch drei Spiele werden die „Bepas“ mit dem zu Saisonende scheidenden Löber absolvieren.

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