Kusel / Schönenberg-Kübelberg
Berufsorientierung und KI-Tag: Die RHEINPFALZ an Schulen unterwegs
Der Siebenpfeiffertag am Gymnasium in Kusel stand für die Jahrgangsstufen elf und zwölf ganz im Zeichen der Berufswahl. Am Mittwoch hatte die Schule ein Berufe-Speeddating in der Mensa organisiert, bei dem sich Unternehmen und Branchen an einzelnen Tischen vorstellen konnten. Neben KOB, Bundespolizei, Westpfalz-Klinikum und vielen anderen Ansprechpartnern stand auch der Leiter der RHEINPFALZ-Lokalredaktion, Benjamin Ginkel, den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort.
Jeweils 15 Minuten hatten die Gruppen und Fachleute Zeit, um sich über die Berufsfelder, Voraussetzungen und Verdienstmöglichkeiten auszutauschen. „Was macht bei der täglichen Arbeit am meisten Spaß?“, „Wie sieht der Alltag eines Redakteurs aus?“ und „Was ist der erste Schritt in den Journalismus?“ wollten die Schülerinnen und Schüler wissen.
Deutschkenntnisse, Neugier und Offenheit
Wer in Kusel in die Arbeit einer Lokalredaktion reinschnuppern möchte, kann sich gern formlos an redkus@rheinpfalz.de wenden. Notwendig sind gute Deutschkenntnisse, Neugierde und Offenheit fremden Menschen gegenüber, erfuhren die Schülerinnen und Schüler beim Berufe-Speeddating. Für viele Journalisten – auch in der Rundfunk- oder der Fernsehsparte – ist eine Mitarbeit bei einer Lokalzeitung der erste Schritt in den Beruf gewesen – und eine Referenz, die bei Bewerbungsverfahren gerne gesehen wird.
Erfreulich viele Oberstufenschüler interessierten sich am Siebenpfeiffertag für die Arbeit in einem Medienunternehmen, das neben der gedruckten Zeitung seine Inhalte auch online und in einer App publiziert. Die mitgebrachten Visitenkarten des RHEINPFALZ-Redakteurs gingen jedenfalls schnell zur Neige. Und die Redaktion ist gespannt, wer nun seinen Schritt in den Journalismus wagt ...
Talkrunde zum Thema Künstliche Intelligenz
Tags darauf organisierte die Integrierte Gesamtschule (IGS) Schönenberg-Kübelberg einen Methodentag zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) für die Klassenstufe elf. In einer einstündigen Talkrunde in der Aula saß zwischen Marlin Mayer von der Technischen Universität Darmstadt, Stefan Naumann vom Umweltcampus Birkenfeld und Andreas Maring von der Firma Prompting Birds auch RHEINPFALZ-Redakteur Philipp Jung. Die Zeitung nutzt KI für bestimmte Prozesse, etwa bei der Überarbeitung von Texten oder zu Recherchezwecken.
Die Schüler Angelina Keller und Henry Fischer stellten der Runde verschiedene Fragen, die sich etwa mit dem Thema beschäftigten, wie KI sich auf ihre Zukunft und verschiedene Berufe auswirken könnte. „Die KI wird zunächst nur einfache und keine handwerkliche Arbeit leisten können“, sagte Andreas Maring. Als Beispiel für betroffene Jobs nannte er den des Justizhelfers. Zudem könne die KI auch Arbeitsplätze in der Kreativbranche, beispielsweise in der Werbung, übernehmen.
Der Mensch als letzte Prüfungsinstanz
Mehrere Diskussionsteilnehmer gingen darauf ein, dass im Umgang mit der KI immer zu bedenken sei, dass sie keine menschlichen Fähigkeiten besitzt, sondern diese nur nachahmt. Es sei auch wichtig, ihr nicht blind zu vertrauen, sondern die Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und nachzuprüfen. Marlin Mayer und Philipp Jung machten beide deutlich, dass der Mensch immer die letzte Instanz sein müsse. Einig war sich die Runde auch darin, dass in der KI eine Chance zur Arbeitserleichterung liege – das sagte unter anderem Stefan Naumann – und dass sie helfen könne, verschiedene Prozesse besser zu verstehen und zu analysieren. Maring ist der Ansicht, dass die Gesetzgebung im Bezug auf KI noch zu undefiniert sei und optimiert werden müsse.
Am Nachmittag maßen sich schließlich zwölf Schülergruppen bei einem sogenannten Promptathon. Die Aufgabenstellung: einen Megaprompt für einen Chatbot zu erstellen, der bei der Vor- sowie Nachbereitung eines Praktikums helfen soll. Ein Prompt ist – grob gesagt – eine Anweisung an eine KI, was diese tun soll. Die Gruppen arbeiteten in verschiedenen Räumen eine Stunde lang an ihren Prompts. Die Jury, bestehend aus den Teilnehmern der Talkrunde, bewertete die Arbeitsergebnisse nach den Kriterien Struktur, Rollenzuweisung, Kreativität und der Qualität dessen, was die KI schließlich ausspuckte. Als Preise wurden am Tag darauf unter anderem RHEINPFALZ-Taschen mit Badetüchern und Bechern verteilt.