Meisenheim / Lauterecken Bereitschaftsdienst: KV setzt Pläne zum 1. Februar um

Das Gesundheitszentrum Glantal.
Das Gesundheitszentrum Glantal.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) setzt ihre Pläne zur Kürzung der Öffnungszeiten in der Ärztlichen Bereitschaftspraxis (ÄBP) im Meisenheimer Gesundheitszentrum Glantal zum 1. Februar wie angekündigt um. Das hat die KV am Donnerstag mitgeteilt. Durch die ÄBP in Meisenheim wird auch die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein mitbetreut.

Gleichzeitig zu dieser „bedarfsgerechten Besetzung der ÄBP“ werde der Aufsuchende Ärztliche Bereitschaftsdienst (AÄBD) seine Arbeit aufnehmen, heißt es. Vor allem für ältere Menschen werde der AÄBD eingerichtet, bei dem Ärzte die Patienten zu Hause aufsuchten. Patienten blieben damit unnötige Wege und Wartezeiten in der ÄBP erspart.

Grund für die Änderung: Ärztemangel

Eingerichtet werde ein telefonischer Rund-um-die-Uhr-Patientenservice, erreichbar unter 116117. Am Telefon wird laut KV sodann eine strukturierte medizinische Ersteinschätzung vorgenommen, nach der die Patienten in die passende Versorgungsebene gesteuert werden, beispielsweise zum Rettungsdienst oder in eine Arztpraxis. Diese Ersteinschätzung durch medizinisch geschulte Mitarbeiter biete eine hohe Patienten- und Handlungssicherheit. Dies sei eine „deutliche Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Bezug auf den Erstkontakt und entlaste die Notaufnahmen in den Krankenhäusern“, so die KV.

Hintergrund für die Entscheidung ist der Ärztemangel und die damit einhergehende sinkende ärztliche Arbeitszeit. Die nicht genutzten Arbeitszeiten von Ärzten müssten so organisiert werden, damit sie für die Regelversorgung in Arztpraxen und dem AÄBD zur Verfügung stehen. Darüber hinaus sei die KV in Rheinland-Pfalz die einzige, die noch weit über dem Durchschnitt liegende Öffnungszeiten in den ÄBPn biete.

Die Umsetzung der Bereitschaftsdienstreform bietet laut KV „Vorteile für die Menschen, die es so bislang in der Breite nicht gab“.

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