FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Bepas wollen in der neuen Saison den nächsten Schritt gehen

Schaffte mit dem FKP zweimal den Aufstieg in die Regionalliga: David Becker, der neue Spielertrainer des TuS Bedesbach-Patersbac
Schaffte mit dem FKP zweimal den Aufstieg in die Regionalliga: David Becker, der neue Spielertrainer des TuS Bedesbach-Patersbach.

Unter seinem Vorgänger waren die Bepas in den letzten fünf Jahren immer unter den besten fünf Teams der Bezirksliga. Jetzt will Spielertrainer David Becker den nächsten Schritt gehen. Am Sonntag, 16 Uhr, kommt Aufsteiger SV Katzweiler. Der TuS Schönenberg reist zum Gastspiel nach Fehrbach (15 Uhr).

Über enorm viel höherklassige Erfahrung verfügt der neue Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Bedesbach-Patersbach, David Becker. Der aus Quirnbach stammende Grundschullehrer spielte elf Jahre in der Regional- und Oberliga für den FK Pirmasens, dessen Kapitän er in den vergangenen Jahren war. Thomas Löber, sein Vorgänger, hat aber auch nicht gerade kleine Fußstapfen hinterlassen. Zum Saisonauftakt geht es gegen den aus der A-Klasse aufgestiegenen SV Katzweiler. Die Vorgabe lautet, vor heimischer Kulisse direkt den ersten Dreier einzufahren, um dem Saisonziel („besser als letzte Saison sein)“ einen Schritt näher zu kommen.

Viel Erfahrung hinzugewonnen

Die „Bepas“ haben keine leichte Saison hinter sich. Denn der dünne Kader bereitete Beckers Vorgänger große Probleme, vor allem da viele Stammspieler verletzungsbedingt immer wieder ausgefallen sind. Aber das soll in dieser Saison besser werden. Denn der Kader hat qualitativen Zuwachs erhalten. Neben David Becker, der beim FKP im defensiven Mittelfeld und als Innenverteidiger agierte, kam mit Jan Erik Herrmann ein gestandener Verbandsligaspieler vom FC Freisen mit ins Boot. Die beiden dürften mit ihrer Erfahrung für viel Souveränität sorgen und als Defensivspieler den entsprechenden Rückhalt hinten liefern. Dazu stoßen die bisherigen A-Junioren Maximilian Stöbener und Eric Braun aus dem Pfälzer Bergland hinzu. Und mit Nico Kobeluhn schrieb sich noch ein weiterer Schlussmann auf die Kaderliste.

Über den Sommer ist die Mannschaft samt Trainerteam schnell zusammengewachsen. Es wurde ein Trainingslager an der Saarschleife organisiert, wo es neben guten Trainingseinheiten auch eine gemeinsame Schifffahrt gegeben hat. Und laut Becker kam es noch zusätzlich zu einem „bunten und geselligen Abend“.

„Ein eingeschworener Haufen“

Sein neuer Verein ist für ihn kein unbekanntes Pflaster. Denn sein Bruder Felix Becker spielt seit 2018 für den TuS. Und obwohl David Becker schon „vorgewarnt“ war, muss er eine Sache hervorheben, nämlich die mannschaftliche Geschlossenheit. „Es ist bemerkenswert, wie jeder zusammenhält bei dem eingeschworenen Haufen“, merkt der 32-Jährige an.

Unter Thomas Löber waren die Bepas in den letzten fünf Jahren immer unter den besten fünf Teams der Bezirksliga Westpfalz. Doch vor allem mit den Neuzugängen könnte in dieser Saison noch mal mehr herausspringen. Und so sieht das auch die Mannschaft, die sich in einer gemeinsamen Besprechung darauf geeinigt hat, besser abschneiden zu wollen als in der Vorsaison. Das heißt entweder Platz vier oder besser - oder mehr als 54 Punkte. „Damit wären wir superzufrieden. Alles, was darüber hinausgeht, nehmen wir natürlich auch mit“, erklärt Neu-Trainer David Becker optimistisch.

Zuwachs auch in Schönenberg

Irgendwie wurde der Klassenerhalt eingetütet. Und es war letztlich auch etwas Glück dabei. Doch nach einer starken zweiten Saisonhälfte ist der Bezirksliga-Verbleib des TuS Schönenberg nicht unverdient. Und direkt zum Saisonstart geht es gegen ein noch kürzlich gefürchtetes Kellerkind. Denn auch der FC Fehrbach kam zum Ende der Saison in Schwung und schraubte sich tabellarisch noch am TuS vorbei. Über den Sommer hat es zudem personellen Zuwachs gegeben. Und das freut Trainer Konni Weis mit Sicherheit. Der wiederum feierte in der Sommerpause seinen 70. Geburtstag.

Gemischte Gefühle kehren nach der Saisonvorbereitung ein. Denn zum einen gewann der TuS alle Testspiele, jedenfalls gegen klassentiefere Mannschaften. Landesliga-Aufsteiger SV Nanz-Dietschweilerer unterlagen die Schönenberger mit 0:3. Im Pokalfight gegen den Ligakonkurrenten VfB Reichenbach setzte es eine 1:7-Niederlage. Laut Spielleiter Timmy Weis verlor sein TuS letztlich verdient. Jedoch profitierte der VfB von einer überragenden Chancenverwertung, sodass dieser praktisch jede Möglichkeit in ein Tor ummünzen konnte. Und das ist bekanntlich die größte Stellschraube beim TuS.

Keine Lust auf Achterbahn

Es hat Zuwachs gegeben. Felix Denzer stößt vom FV Olympia Ramstein hinzu. Zudem hat es mit Benedikt Jakobi und Kevin Springer Verstärkung aus Kohlbachtal gegeben. Die größte Unterstützung steuerte der TuS Gries bei. Mit Lars Eckfelder, Marvin Fischer und Jeremy Bäcker stoßen gleich drei Kicker dazu. Qualitativ als auch quantitativ hat der Kader einen gehörigen Aufschwung verpasst bekommen. Und intern passt es dem Vernehmen nach auch: „Alle haben sich super bei uns eingefügt. Es sind auch alles nette Jungs, die direkt zu uns passen. Außerdem kennt man sich ja auch im Voraus schon“, erklärt der Spielleiter gut gelaunt.

Nachdem es letzte Saison drunter und drüber ging, soll im bekanntlich etwas schwereren zweiten Jahr mehr Ruhe einkehren. „Das letzte Jahr war mit allen Achterbahnfahrten schon schwierig genug“, erklärt Weis. Der Klassenerhalt ist nach wie vor also das Ziel.

Mit dem FC Fehrbach kommt es zu einem vermeintlichen Abstiegskracher. „Da Fehrbach letzte Saison mit uns bis zum Ende um den Klassenerhalt gekämpft hat, sind wir natürlich gewappnet und rechnen mit einem harten Kampf über 90 Minuten“, erklärt Weis. Und lachend fügt er hinzu: „Ich würde zum Saisonstart schon vom ersten Sechspunktespiel reden.“

Wirklich Fußballpause hatte keiner. Denn wenn nicht gekickt wurde, lief in der EM-Zeit der Fernseher rauf und runter. Und danach konnten es viele TuS-Fußballer nicht mehr abwarten und trafen sich privat auf ein paar Runden Kicken. Es kann also endlich wieder losgehen.

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