Lauterecken
Ausblick 2022: Sichtbare Stadtsanierung soll mit Roseninsel starten
Deshalb müsse gemeinsam diskutiert werden, wohin Lauterecken steuern will. Geniale, auch kritische Ideen seien durch die Bürger- und die Jugendbeteiligung im Rahmen der Stadtsanierung aufgekommen. Die wurden mit den vorher schon im Rat entwickelten Visionen zusammengeworfen, ein Gesamtkonzept zusammen mit dem Planungsbüro BBP aus Kaiserslautern entwickelt. „Es muss noch geprüft und von der ADD genehmigt werden“, erklärt Steinhauer-Theis. Das ist Voraussetzung dafür, dass Fördermittel in die Veldenzstadt fließen.
„Wir würden gerne als erstes den Komplex Roseninsel-Aufwertung angehen“, sagt die Stadtbürgermeisterin. Immerhin habe das auf allen Karten draufgestanden, die die Stadt ausgelegt hatte, um von den Bürgern Anregungen zu sammeln. Was auch auf allen Karten stand, ist das leerstehende ehemalige Lony-Gebäude. Es sei in Privateigentum, da könne wenig getan werden, sagt Steinhauer-Theis.
Fördermittel auch für private Investoren
Sie hoffe jedoch, dass die mögliche Stadtsanierungsförderung auch private Investoren dazu anregen werde, Geld in die Hand zu nehmen. Die Gestaltungssatzung wird derzeit erneuert: „Wir haben Rundgänge gemacht, uns Fenster, Gauben und mehr angeschaut.“ Ein einheitliches Bild soll die Innenstadt dann aufwerten.
Bürgerbeteiligung war auch in Sachen Hochwasserschutz gefragt. Gut 240 Seiten dick ist das ausgearbeitete Konzept. Jedoch gehe es vor allem um Maßnahmen an den Berghängen, um vor Starkregen zu schützen. Auf Hochwasser von Glan oder Lauter sei die Stadt schon gut vorbereitet.
Lautertalstraße: Diskussion um Breite
Die Stadt sei noch in Verhandlung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) bezüglich der Bürgersteige in der Cronenberger Straße, erklärt Steinhauer-Theis. Die Stadt hat ihren Teil der Lautertalstraße nun saniert, doch es fehlen noch die beiden Kreis-Abschnitte. „Unser Wunsch ist, dass die Straßen so breit bleiben wie sie sind“, erklärt die Stadtbürgermeisterin. Das heißt: Die Bürgersteige, deren Ausbau von den Anwohnern zu zahlen ist, sollen nicht ganz so breit werden, wie vom LBM ins Auge gefasst.
Bereits Begonnenes soll auch in der Nahwärmezentrale in der Schlossgasse beendet werden: Nachdem der jahrelange Rechtsstreit mit der Planungsfirma mit einem Vergleich beendet wurde, sei inzwischen der Rückbau der Wärmepumpe, die nie funktioniert hat, im Erdgeschoss abgeschlossen, erklärt Steinhauer-Theis. Voraussichtlich werde ein Blockheizkraftwerk eingebaut, wie es im Dienstleistungszentrum gut funktioniere.
Markt im Schlosskeller bald möglich
Arbeiten stehen auch im ersten Stock an, der derzeit noch im Rohbau ist. Das Stadtarchiv soll dort einziehen, es war bislang im Obergeschoss des Dienstleistungszentrums untergebracht. Stadtarchivar Jan Fickert hat die Dokumente gesichtet und sortiert, sie liegen für den Umzug bereit.
Die Stadtbürgermeisterin weist noch auf eine baldige Attraktion hin: Nachdem Notbeleuchtung und Notausgang im Schlosskeller nachgerüstet sind, stehe dieser als Veranstaltungsraum kurz vor der Genehmigung. Dann könne beispielsweise ein Weihnachtsmarkt im imposanten Gewölbe des Veldenzschlosses abgehalten werden.