Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Ausblick 2021: Der Stadt geht das Bauland aus

Die Gärten im Watzkessel, die sich im Stadteigentum befinden, sollen attraktiver werden. Eine Idee dafür wäre die Installation e
Die Gärten im Watzkessel, die sich im Stadteigentum befinden, sollen attraktiver werden. Eine Idee dafür wäre die Installation eines Wasserspielplatzes für Kinder.

Die Themen dieses Jahres sind überwiegend dieselben wie im vergangenen: Ausbau der Lautertalstraße und Stadtentwicklung. Aber es gibt auch ein wichtiges neues Thema: Der Stadt gehen nämlich die Bauplätze aus.

Auf den Weg bringen möchte Lautereckens Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis ein neues Baugebiet, denn die Stadt verfüge bis auf ein Grundstück über kein Bauland mehr. „Deshalb müssen wir handeln“, konstatiert die Stadtbürgermeisterin. Man könne zwar noch versuchen, die ein oder andere Baulücke in der Innenstadt zu schließen, aber für die Entwicklung der Stadt sei es unabdingbar, privaten Häuslebauern auch in Zukunft Grundstücke anbieten zu können. Wo das sein könnte, hat sie schon im Blick: „Es gibt eine schöne Möglichkeit hinter dem Schulzentrum ,Auf Röth’ in Richtung Wiesweiler.“ Das sei ein geeignetes Gelände für ein Baugebiet. Das gehe aus einer Begutachtung hervor, die der Stadt noch aus dem Jahr 2003 vorliege. Aber um dieses Gebiet zu entwickeln, seien noch viele Untersuchungen notwendig. Bis das Gelände baureif sei, werde es noch Jahre dauern. Ihre Vorstellungen will die Stadtbürgermeisterin auf jeden Fall noch in diesem Jahr im Stadtrat vortragen.

Auf Munitionssuche

„Wenn’s gut läuft, dann könnte die Lautertalstraße bis Ende des Jahres ausgebaut sein“, sagt Steinhauer-Theis. Damit verbindet sie die Hoffnung, dass nicht nur der städtische Teil der Straße vom Veldenzplatz bis zum Turnerheim saniert wird, sondern auch der restliche Teil bis zur Bundesstraße 270, für den der Landkreis zuständig ist. Der Ausbau der maroden Straße ist eines der wichtigsten Vorhaben für dieses Jahr. Im Prinzip hätte die Sanierung schon im Spätsommer vergangenen Jahres beginnen können. Aus Sicherheitsgründen habe es dann noch eine Nachuntersuchung des Erdbodens auf Kampfmittelrückstände aus dem Zweiten Weltkrieg gegeben, wobei die Messgeräte an diversen Stellen angeschlagen hätten, berichtet die Stadtbürgermeisterin. Daraufhin habe der Stadtrat entschieden, den Beginn der Arbeiten in dieses Jahr zu verschieben. Die Verbandsgemeinde hatte auf die aktuelle Entwicklung kurz vor Weihnachten in ihrem Amtsblatt hingewiesen. Im Frühjahr soll an 20 Stellen noch einmal genau nachgeforscht werden, ob sich möglicherweise Munitionsteile im Erdreich unter der Straße befinden.

Innenstadt aufwerten

Die Aufwertung der Innenstadt wird auch in diesem Jahr auf der Agenda stehen. Nachdem das Stadtsanierungsprogramm beendet ist, bietet ein neues Förderprogramm Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung. Finanziell profitieren könnten auch private Immobilienbesitzer, weiß Steinhauer-Theis. „Wir müssen die Stadt noch attraktiver machen“, sagt sie und nennt als Beispiel die Gärten im Watzkessel zwischen Lauter und Kindertagesstätte. Die Gärten seien schon im Eigentum der Stadt, da biete es sich an, einen Platz für Kinder – vielleicht einen Wasserspielplatz – und Senioren zu entwickeln. Ausdrücklich erwünscht sind laut Steinhauer-Theis Ideen aus der Bevölkerung. Für jeden Denkanstoß sei die Stadt dankbar, gleichwohl sei eine solche Bürgerbeteiligung in diesen Pandemiezeiten nur eingeschränkt möglich, bedauert sie.

Fußwege sollen attraktiver werden, eine einheitliche Beschilderung soll Gäste neugierig auf einen Stadtrundgang machen. Es seien auch die kleinen, eher unscheinbaren Dinge wichtig, um die Stadt anderen zu präsentieren. Dazu gehöre eben eine Beschilderung aus einem Guss. Wer beispielsweise als Draisinenfahrer am Bahnhof aussteige, wisse nicht, dass es im Stadtkern das Veldenzschloss gebe. Darauf müsse aber hingewiesen werden, damit Gäste auch zu Besuchern der Stadt werden, sagt Steinhauer-Theis. Rangehen möchte sie im Rahmen des neuen Förderprogramms, das auf zehn Jahre angelegt sei, auch an die Gestaltungssatzung der Stadt. Die sei in die Jahre gekommen und müsse überarbeitet werden.

Jugend befragen

Ansonsten möchte sie im Jugendtreff noch ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring und der Initiative „Demokratie leben“ anstoßen. „Wir wollen mal ermitteln, was wir für Jugendliche tun können, und versuchen, das umzusetzen.“ Im Jugendtreff soll das Dach erneuert werden, das es undicht ist. Ein Förderantrag aus dem Investitionsstock sei gestellt. Das Veldenzschloss soll einen WLan-Hotspot bekommen, dessen Realisierung mit 500 Euro bezuschusst wird. Und schließlich steht noch der Bau eines Fahrstuhls für Stadthaus und Jugendtreff an.

Endstation Draisinenstation am Bahnhof: Ein Tourist sucht hier vergeblich Hinweisschilder, was die Stadt zu bieten hat. Das soll
Endstation Draisinenstation am Bahnhof: Ein Tourist sucht hier vergeblich Hinweisschilder, was die Stadt zu bieten hat. Das soll sich ändern.
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