Fußball
Aufbruchstimmung beim TuS Gries durch die Meisterschaft und den Aufstieg
Am vorletzten Spieltag war endlich alles in trockenen Tüchern. Der heimische 6:0-Kantersieg gegen die SG Pfeffelbach/Konken bedeutete für den TuS den sicheren Aufstieg. Bis tief in die Nacht hinein zogen die 27 Meisterspieler um die Häuser. Dafür gab es auch allen Grund, nach sechs Jahren darf Gries wieder B-Klasse-Luft schnuppern.
Die Feier war ausgelassen. „Wir haben fast das gesamte Bier im Sportheim leer getrunken“, packt Sportvorstand Julian Schöfer aus. Gleichwohl blieben die Meisterkicker nicht ganz brav. Wegen Ruhestörung musste sogar die Polizei anrücken. Es blieb dabei aber bei einer Verwarnung. „Es wurde ordentlich die Sau rausgelassen“, betont Schöfer gut gelaunt.
Schwacher Start in die Saison
„Ziel vor der Saison war, ganz oben anzugreifen“, erklärt Schöfer. Dafür lief der Saisonstart aber etwas holprig. „Unsere ersten Spiele waren utopisch schlecht“, blickt Schöfer zurück. Gleich im ersten Saisonspiel unterlag Gries bei der SpVgg Welchweiler mit 1:3. Ein herber Rückschlag nach all der Euphorie während der Vorbereitung. Gegen den SV Hefersweiler spielte der TuS ein paar Wochen später nur 2:2. Im Anschluss konnte sich das Team jedoch wieder berappeln und kickte die Hinrunde makellos zu Ende. Dennoch ging Welchweiler mit drei Punkten Vorsprung als Hinrundenmeister in die Winterpause. Ganz oben war Gries noch nicht.
Spannung in der Rückrunde
Im ersten Spiel des zweiten Saisonabschnitts konnte Gries seinen Konkurrenten Welchweiler mit 2:0 bezwingen. Besser hätte der Start nicht sein können. Die beiden Mannschaften lieferten sich in der Folge bis zum vorletzten Spieltag einen regelrechten Kopf-an-Kopf-Kampf um Rang eins. Gries ließ lediglich beim 1:1-Unentschieden gegen den TuS Landstuhl Punkte liegen. Welchweiler patzte hingegen und kassierte in der Rückrunde zwei Niederlagen. Mit dem Heimsieg gegen Pfeffelbach/Konken brach in Gries die Erleichterung aus. Welchweiler konnte den TuS nun nicht mehr einholen. Am Ende hatte Gries vier Punkte Vorsprung. Der Krimi war zu Ende.
Gute Mannschaftsarbeit
Der TuS Gries glänzte in der Saison mit einer beeindruckenden Torausbeute. Insgesamt schoss die Mannschaft 161 Tore. Welchweiler brachte es im Vergleich „nur“ auf 128. Dabei waren die besten Torschützen von Gries überraschenderweise nur auf Platz vier und fünf in der Liga-Torjägerliste. Schöfer sprach diesbezüglich über die mannschaftliche Geschlossenheit. „Uns zeichnet aus, dass wir nicht den einen Spieler haben, der alle Tore selbst macht, bei uns gibt es viele Jungs, die gerne viele Tore schießen.“ In der Offensive des TuS stach ein Trio heraus, bestehend aus Jeremy Bäcker, Lars Eckfelder und Roman Stiller. „Alles Spieler, die eigentlich viel höher kicken könnten“, so Schöfer. Aber auch hinten ist die Mannschaft enorm gut aufgestellt. Nur zwölf Gegentreffer kassierte der TuS in der gesamten Saison. Kapitän Jan Fauß ist dabei die stützende Säule in der Abwehr. „Wie der Fels in der Brandung“, erklärt der Sportvorstand lachend. Und auch auf Torwart Jan Weber ist stets Verlass. „Wir sind super froh, dass wir den im Kasten haben.“
Grundsätzlich zeichnet die Mannschaft aber Kontinuität aus. „Den Kern der Truppe gibt es schon seit über sechs Jahren“, erklärt Schöfer stolz. Viele davon spielen sogar seit der Jugend zusammen. Auch der Sportvorstand selbst läuft seit dem Rückrundenstart wieder im Grieser Dress auf. Dem 35-Jährigen reicht es aber zukünftig, dabei zu sein. „Mir wäre es lieber, wenn die jungen Hüpfer auflaufen“, erklärt er lachend.
Gesamtpaket passt einfach
Der TuS Gries ist momentan in einer regelrechten Aufbruchstimmung. „Wir stehen als Verein sehr gut da“, erklärt Schöfer stolz. „Es passt einfach alles zusammen“, führt er weiter aus. Vor allem besticht der Verein durch seinen Zusammenhalt. Aktuell ist die Mannschaft bis Sonntag auf Saisonabschlussfahrt in Krefeld. Am achten Juli folgt dann anlässlich des Sportfestes in Gries die offizielle Meisterfeier. Aber auch sportlich will der TuS weiter angreifen. „Wir sind fußballerisch super aufgestellt.“ Erst einmal heißt es „in der Klasse bleiben und reinschnuppern“. Doch der Vorstand ist zuversichtlich, dass man nicht als kleiner David in die neue Saison geht. „Wie gesagt, wir haben super Kicker, es macht mich stolz, wie gut wir uns entwickelt haben.“
Die Meisterspieler
Jan Fauß (25 Einsätze; 5 Tore), Jan Weber (26), Roman Stiller (24; 11 Tore), Michael Fauß (24; 14 Tore), Jeremy Bäcker (23; 37 Tore), Stephan Schenke (23; 27 Tore), Torben Steinhorst (22; 20 Tore), Marvin Müller (22; 2 Tore), Justin Stiller (21; 4 Tore), Frank Fauß (18; 5 Tore), Lars Eckfelder (17; 11 Tore), Julian Schöfer (16), Pascal Rübel (15; 3 Tore), Etienne Rübel (11; 2 Tore), Max Beisecker (10), Nico Becker (9; 1 Tor), Denis Kunstmann (7; 5 Tore), Bohdan Herasimov (7; 1 Tor), Dominik Germann (6; 1 Tor), Niklas Steinhorst (4), Marco Hirsch (3), Marvin Fischer (2), Silas Habeck (2), Pascal Hennes (2), Valeri Nadein (2), Max Welsch (2), Daniel Hermann (1; 2 Tore), Julian Schneider (1).