Glan-Münchweiler
Adventslaufchallenge: 300 Kilometer zurücklegen statt Türchen öffnen
Erneut ruft Holger Weyand aus Glan -Münchweiler dazu auf, täglich vom 1. bis zum 24. Dezember die Laufschuhe zu schnüren – und das für einen guten Zweck. Bei der Adventslaufchallenge vor einem Jahr begann die Benefiz-Laufveranstaltung mit einer Streckenlänge von einem Kilometer, die sich anschließend Tag für Tag um einen Kilometer verlängerte bis an Heiligabend 24 Kilometer zurückzulegen waren.
Weyand hat nun den Modus geändert: In diesem Jahr können die Streckenlängen von einem bis 24 Kilometer je nach Laune verteilt werden. Laut Weyand haben mehrere Teilnehmer dies gewünscht, da es für sie manchmal in der Schlussphase der Adventslaufchallenge zu anstrengend gewesen sei, Tag für Tag solch große Distanzen zurückzulegen. Also heißt es nun: „Am Ende muss jedes Türchen einmal gelaufen sein, um die begehrte 300-Kilometer-Medaille zu bekommen.“ Diese werde wie jedes Jahr in seiner Holzwerkstatt von Kindern gebastelt.
Treffen mit Punsch und Gebäck
Auch neu: „Wer den Adventskalender an manchen Tagen oder einige Kilometer nicht schaffen kann, kann durch eine selbst festgelegten freiwilligen Betrag die restlichen Kilometer erspenden, um die Medaille zu bekommen.“ So kann jeder für sich laufen und über Paypal spenden – oder er kommt zu den Treffen, wo auch eine Spendenkasse bereitstehen wid. Für Sonntag, 10. Dezember, 10 Uhr, lädt Weyand zu Punsch und Gebäck ein. Auch Teilnehmer veranstalten solche Treffen an den Wochenenden, Zeit und Ort werden in den sozialen Medien bekanntgegeben. Das gesammelte Geld geht an 24-gute-Taten.de sowie an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Kaiserslautern.
Weyand betreibt schon seit seiner Kindheit regelmäßig Sport. Er spielte jahrzehntelang Fußball, ehe er zum Laufsport kam. Regelmäßig schnürt der 59-Jährige die Laufschuhe, seit er vor fünf Jahren das Benefizteam 42x42 in Otterberg mit gegründet hat. Die Laufgruppe habe sich zum Ziel gesetzt, Menschen in Not zu helfen, berichtet Weyand. Nicht Rekordzeiten reizen ihn, sondern lange Strecken. Er absolvierte einen „Mammutmarsch“ und „Megamarsch“, beide im Raum München mit einer Länge von 100 Kilometern, auch nahm er an einem 24-Stunden-Lauf durch Bayern und an einem Zwölf-Stunden-Lauf mit seinem Benefizteam teil.
Teilnahme weltweit möglich
Die Idee des Spendenlaufes vor Weihnachten stammt vom Benefizteam 42x42, das sich in der Adventszeit jeden Tag in Otterberg traf, um die 24 Lauf-Tage zu absolvieren. Weyand macht aus der regionaler Veranstaltung ein weltweites Ereignis: Jeder Laufbegeisterte könne daran teilnehmen und seine Läufe zuhause zurücklegen. Als Nachweis genüge die per Lauf-App erfasste Strecke. Sie muss an Weyand geschickt werden. „Es ist mir wichtig, dass viele von überall mitlaufen können, wie letztes Jahr sogar in Florida, Boston, Holland, München, Köln, Düsseldorf und Freiburg.“ Weyand hofft, dass von Jahr zu Jahr immer mehr Lauffreunde sich daran beteiligen: „Letztes Jahr zählte die Veranstaltung 14 Kinder und 179 Erwachsene.“ Elf erhielten die 300-Kilometer-Medaille.
Info
Infos, Kontakt und Anmeldung auf der Facebook-Seite Adventslaufchallenge.