Kusel Weit mehr als nur die Gebietsreform

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Schönenberg-Kübelberg. Natürlich ist die Gebietsreform eines der zentralen Themen des Jahres für die Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg. Doch sie ist beileibe nicht alles. So stehen gleich mehrere Förderprojekte auf dem Jahresplan.

Verbandsbürgermeister Karl-Heinz Schoon hat sich im neuen Jahr bereits mit seinen Amtskollegen aus Waldmohr und Glan-Münchweiler getroffen. Einhelliger Tenor: Man wolle eine innerhalb des Landkreises Kusel abgestimmte, gemeinsame Lösung. Das ist eine klare Absage an den Vorstoß des Landes für eine Dreierfusion mit Bruchmühlbach-Miesau, aber ohne Glan-Münchweiler. Schoon: „Alles wäre mir lieber als eine Fusion über die Kreisgrenzen hinweg.“ Der Vorstoß hatte die ganzen Debatten ausgelöst, in denen nach anfänglicher Zurückhaltung nun auch Waldmohr und Glan-Münchweiler eine aktive Rolle spielen. „Glan-Münchweiler bewegt sich in Richtung uns“, fasst Schoon die Entwicklung der vergangenen Wochen zusammen. Dabei wäre Schoon eine ganz andere Variante noch lieber: sein 2+3-Modell, das er bereits im August als Alternative zum Landesvorstoß eingebracht hatte. Im Klartext: die Verbandsgemeinden Schönenberg-Kübelberg und Waldmohr plus drei Ortsgemeinden von Glan-Münchweiler. Ohnedies gibt Schoon einem Zweier-Verbund mit Waldmohr bessere Chancen, „weil wir schon viele Jahre auf ganz unterschiedlichen Ebenen eng zusammenarbeiten“. Er nennt die Integrierte Gesamtschule, den Forstbetrieb, die Polizei und Verwaltungskooperationen. „Was passiert mit denen, wenn es eine größere Fusion gibt?“ Jedenfalls will Schoon sich vehement für eine Fusion innerhalb des Kreises einsetzen und ist da zuversichtlich. „Wir wollen nach dem ersten Dreiertreffen vor kurzem dann im März mit allen Verbandsbürgermeistern im Kreis reden. Und wir wollen das natürlich alles auch in unseren Gremien ausführlich besprechen.“ Innerhalb seiner Verbandsgemeinde wird Schoon schon bald mit Einwohnerversammlungen beginnen. Die erste wird am 22. Februar in Ohmbach sein. Zwei, vielleicht auch drei Förderkulissen werden innerhalb des VG-Gebiets auch eine Menge Kräfte binden. Da ist zum einen die Städtebauförderung für die Ortsgemeinden Schönenberg-Kübelberg und Brücken. Da ist zum anderen die lokale Allianz gegen Demenz. Bei der Auftaktveranstaltung im November waren rund 70 Leute dabei – ein Zeichen dafür, wie viel Interesse dieses Thema auslöst. Und schließlich könnte auch noch der Vorstoß der Glantal-Gruppe – sechs Verbandsgemeinden aus zwei Kreisen – hinzukommen, die für mehrere Projekte auf eine EU-Förderung aus ist. Bis Ende März muss die gemeinsame Bewerbung in Mainz vorliegen. Auf dem Programm steht auch die Fortschreibung des Flächennutzungsplans für die Verbandsgemeinde; Thema Windkraft. Viel ist da nicht geblieben. Einzig der Standort Ohmbach – den der dortige Ortsbürgermeister mit, vorsichtig formuliert, kreativer Entscheidungsgestaltung weitgehend an Öffentlichkeit und öffentlicher Kontrolle vorbei etabliert hat – scheint sicher. Für Frohnhofen ist vor allem der nahe gelegene Flugplatz Langenbach ein Problem, und für Altenkirchen ist das Thema Windkraft nach Schoons Einschätzung wegen des massiven Bürgerwiderstands vom Tisch. Stolz ist Schoon auf das „Bob“-Projekt mit Gaststätten. Dort erhalten bei Besuchen junger Gäste jene kostenlos ein alkoholfreies Getränk, die an diesem Abend die Autofahrer der Gruppen sind. Wie erfolgreich dieses seit einigen Jahren laufende Projekt bis dato war, will Schoon über eine Studie herausfinden lassen – und auch, ob solche Projekte besser laufen, wenn diese von Kommunen statt von der Polizei initiiert werden. „Vielleicht erfahren wir dann ja auch, wo wir möglicherweise noch nachbessern können oder müssen.“ Der Sportbund soll dabei mit ins Boot geholt werden. Noch ein Thema für die Jugend: Weil es an der noch jungen IGS Südkreis 2016 erstmals eine Oberstufe gibt, die in Schönenberg-Kübelberg angesiedelt sein wird, lässt der Kreis als Schulträger noch in diesem Jahr die Außensportanlage für 1,2 Millionen und sechs Fachsäle für 700.000 Euro sanieren. (wop)

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