Kusel Viele Sperrungen in diesem Jahr im Landkreis Kusel

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Kusel: Heute beginnt der Umbau der Kuseler Fußgängerzone – und wird Verkehrsbehinderungen auslösen. Doch die größten Brocken für die Autofahrer stehen später an. In Kusel wird die B 420 teilweise gesperrt, zwischen Waldmohr und Schönenberg-Kübelberg im Herbst die B 270. Und dann ist da noch der Mayweilerhof. Staus sind sicher.

Es wird viel los sein auf den Straßen im Landkreis Kusel – denn einige bedürfen dringend der Renovierung. Entsprechend voll ist das Programm, das Richard Lutz, Chef des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, im Gespräch mit der RHEINPFALZ erläutert hat. Vor allem die geplanten Arbeiten auf den Bundesstraßen werden die Autofahrer wieder Zeit und Nerven kosten – bei aller Einsicht in die Notwendigkeit, weil ja auch niemand schlechte Straßen mag. Noch bis Jahresende wird sich der Neubau der Brücke über die B 420 bei Bledesbach hinziehen. Das 1,6-Millionen-Euro-Projekt läuft ja schon einige Monate, kommt laut Lutz derzeit gut voran. Ab Mitte Mai müssen sich die Autofahrer aber wieder auf stärkere Beeinträchtigungen als nur Tempo 30 an der Verengung einstellen. Denn dann wird das Traggerüst für den Überbau der Brücke errichtet. Dann steht dort wieder eine Ampel, weil halbseitig gesperrt sein wird. Richtig dick kommt’s nach der Herbstmesse für die Autofahrer in Kusel. Denn in Höhe des Wehrs am Gemeinschaftswerk muss bis Ende des Jahres für 120.000 Euro eine Stützmauer neu hochgezogen werden. Das allerdings geht nur, wenn die Bundesstraße halbseitig gesperrt ist. Ob dann der Verkehr per Ampel geregelt wird oder es eine Einbahnregelung – die entgegengesetzte Fahrtrichtung liefe dann über den Roßberg – ist laut Lutz noch nicht entschieden. Im Herbst trifft es vor allem die Pendler im Südkreis. Denn auf 800 Metern Länge muss die Straßendecke der B 423 zwischen Waldmohr und dem Gewerbegebiet Mehlpfuhl erneuert werden. Das aber geht nur, wenn die Straße vorübergehend komplett gesperrt wird. Auch auf der B 270 zwischen Wolfstein und Lauterecken wird’s vorübergehend eng. Denn ab dem Reckweilerhof bis Lauterecken muss auf 3,5 Kilometern Länge ebenfalls der Straßenbelag saniert werden. Tagsüber wird die B 270 halbseitig gesperrt und der Verkehr per Ampel geregelt, abends soll der renovierte Streckenabschnitt wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Damit nicht genug auf der B 270: Während der Sommerferien wird der Asphalt zwischen Langweiler und Kreisgrenze erneuert – ab der Kreisgrenze geht’s übrigens weiter; aber nicht mehr in der Verantwortung des Kaiserslauterer LBM. Bei den Landesstraßen geht immerhin ein Großprojekt im Sommer zu Ende: die Ortsdurchfahrt Nanzdietschweiler, deren vierter Bauabschnitt gerade läuft. „Als wir da vor Jahren angefangen haben, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt so weit sein würden“, äußert sich Lutz stolz über das Millionenprojekt. Zwar wäre auch noch die Sanierung der Straße Richtung Elschbach wünschenswert, „aber dafür gibt es derzeit keine Finanzierungsperspektive“, sagt Lutz. Apropos Wunschliste: Es gibt noch eine Reihe von Landesstraßen, die dringend der Sanierung harren, um nicht weiterhin als Teststrecke für Stoßdämpfer zu dienen. Vor allem die Ortsdurchfahrten Eßweiler und Rothselberg, aber auch die in Wahnwegen. Deren Bewerbungen um den Titel der schlechtesten Straße im Kreis könnte noch einige Jahre Bestand haben, denn eine Finanzierung zeichnet sich derzeit nicht ab. Lutz hat dennoch Hoffnung: „Die Landesregierung hat ja angekündigt, dass das Land mehr Geld für den Straßenausbau zur Verfügung stellen will als bisher...“ Allerdings passiert – neben Nanzdietschweiler – schon noch etwas auf den Landesstraßen im Kreis. Der größte Eingriff erfolgt dabei an der L 349 in Pfeffelbach, wo ab Ende des Monats die Brücke für eine halbe Million Euro neu gebaut werden muss. Konsequenz: die Straße wird voraussichtlich bis Jahresende voll gesperrt, der Verkehr in Richtung Autobahnanschlussstelle Reichweiler großräumig umgeleitet. Nur für Anlieger gibt es kurze Wege im Ort. Freuen dürfen sich die Hefersweilerer – nicht über die Beeinträchtigungen im Juli an der L 382, sondern darüber, dass die Ortsdurchfahrt nun wirklich gemacht wird. Der erste Versuch vor einigen Jahren war mangelhaft ausgeführt worden, jetzt wird nachgebessert. Vielleicht ist ja zeitgleich der Radweg nach Niederkirchen fertig, an dem seit Juni 2015 gebaut wird. Und noch ein Radweg steht an: der entlang der Landesstraßen 367 und 379 zwischen Altenglan und Niederstaufenbach, der Reichenbachtal-Radweg. Zunächst ab Juni wird bei Niederstaufenbach gebaut, dann ab Ende August, nach der Freibadsaison, auch am Abschnitt Richtung Schwimmbad. Im nächsten Frühjahr soll alles fertig sein. Insgesamt kosten die beiden aufgeführten Radwege rund zwei Millionen Euro. Bleiben noch die Kreisstraßen, wo bereits der zweite Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Hoppstädten und die Erneuerung des Belags auf der Strecke von Hefersweiler Richtung Seelen fertiggestellt sind. Viele hatten es nicht mehr für möglich gehalten nach all den Jahren des Wartens, in denen sich vor allem die Verbandsgemeinde mit ihrem Entwässerungskonzept schwergetan hatte – doch im Juni soll tatsächlich der Ausbau der Ortsdurchfahrt Mayweilerhof beginnen. Die Strecke wird bis Herbst 2017 gesperrt sein – und mit ihr die beliebte Abkürzung in Richtung Ulmet. In Hoppstädten startet Ende des Jahres der dritte Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt, und während der Sommerferien soll die freie Strecke zwischen Lauterecken und dem Abzweig Richtung Cronenberg saniert werden. Für die vielfach gewünschte innerörtliche Fortsetzung der Sanierungsarbeiten im nächsten Jahr laufen bereits Gespräche. (wop)

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