Kusel Nebenbei bemerkt...

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Der erste Schritt ist getan. Bis vergangenen Montag, 18 Uhr, mussten die Vorschläge für die Kommunalwahlen bei den diversen Wahlämtern eingegangen sein. Und es gab keine Probleme. In zweierlei Hinsicht. Anders als in anderen Kommunen ist im Landkreis Kusel keine Liste zu spät oder gar nicht angekommen. Weshalb diese Gruppierung jetzt eben nicht antreten wird bei der Wahl – so geschehen zum Beispiel in Kaiserslautern-Hohenecken. Nein, hier im Landkreis Kusel haben alle rechtzeitig abgegeben. Nur ab und an gab es Probleme, jemanden zu finden, der sich um das Amt des Ortsbürgermeisters bewirbt. Die Politikverdrossenheit scheint im Großen und Ganzen dann doch noch nicht so groß zu sein wie befürchtet. Immerhin gibt es nicht weniger als vier Bewerber für die Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler, drei für die des Bürgermeisters der künftigen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein und zwei in Altenglan. In allen drei Fällen ist übrigens nicht noch in letzter Minute jemand aufgetaucht, der auch kandidieren wollte. Hätte ja sein können... Doch die Bewerber zeigten alle frühzeitig Flagge – und sind jetzt eifrig beim Wahlkampf. Das schöne Wetter und die kommenden Osterfeiertage samt Ferien bieten beste Gelegenheit dazu. Gefragt sind jetzt die Wahlausschüsse. Die müssen nun nämlich alle Wahlvorschläge, alle eingereichten Listen anschauen. Steht da jemand darauf, der seinen ersten Wohnsitz gar nicht in der Gemeinde hat? Hat jemand unterschrieben, der dazu gar nicht berechtigt ist? Alles Dinge, die bis zum kommenden Montag geklärt sein müssen, damit bei den Kommunalwahlen auch alles seine Richtigkeit hat. Und die Stimmzettel rechtzeitig gedruckt werden können. Was beim Betrachten der Wahlvorschläge auffällt: Immer mehr Parteien gehen dazu über, auch Nicht-Mitglieder auf ihre Listen zu nehmen. So geschehen zum Beispiel in Altenglan. Dort steht an prominenter Stelle der CDU-Liste für die Verbandsgemeinderatswahl mit Kurt Droll-Mosel ein Vertreter der Bürgerinitiative für gerechte Wasserpreise. Die hatte zwar im vergangenen Jahr angekündigt, selbst eine Liste aufstellen zu wollen, dies aber nicht getan. Jetzt ist eben einer ihrer Vertreter bei der bislang oppositionellen Partei dabei. Mal sehen, wie er abstimmt im künftigen Rat – falls er gewählt wird. Ebenso spannend ist die Frage, was Reiner Cattarius tut, der ebenfalls wieder für die SPD kandidiert – aber im vergangenen Jahr die Initiative gegen die Ratsentscheidung mit aus der Taufe hob. Dass in vielen Orten neue Gruppierungen entstanden, die unabhängig von Parteien die Zukunft der Dörfer mitgestalten wollen – zum Beispiel „Impuls“ in Waldmohr, aber auch im kleinen Wahnwegen – gibt Anlass zur Hoffnung: Die Demokratie lebt – und die Bürger machen mit.

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