Kusel Nebenbei bemerkt...

Kusel ist an diesem Wochenende wieder Messe-Stadt. Zwar geht es nicht um die Herbstmesse, die ja für viele Kuseler und Ex-Kuseler die schönste Zeit überhaupt ist. Nein, diesmal ist es die Handel- und Handwerksmesse, kurz H & H genannt. Die sorgt seit gestern Nachmittag – hoffentlich – wieder dafür, dass Besucher in Massen in die Kreisstadt strömen.
Angefangen hat es einst als Leistungsschau im Industriegebiet, zum sechsten Mal nun findet die Messe inmitten Kusels, auf der Marktwiese statt. Stolze 67 Aussteller sind dabei. Wollen zeigen, was in Kusel und drumherum so alles geboten wird.
Die Messe hat sich ebenso bewährt wie die Organisationsform. Im sechsten Jahr nun tritt nämlich die Stadt als Veranstalter auf, die Stadtwerke organisieren das Ganze. Immer mal wieder gibt es was Neues, zum Beispiel dieses Jahr einen noch größeren Kunsthandwerkermarkt und noch mehr Autos. Und auch in Zukunft soll sich einiges tun: Zwar ist der Termin für nächstes Jahr bereits fest, doch ab 2016 soll es wahrscheinlich einen jährlichen Wechsel zwischen der Gewa in Waldmohr und der H & H in Kusel geben. Einmal eine Schau im Süden, einmal in der Mitte – weniger Arbeit für beide Organisatoren und profitieren könnten beide.
Nicht ganz so gut gelaufen ist es hingegen für den Gewerbeverein Glan-Münchweiler. Der löste sich diese Woche auf. Zwar hatte auch er mit nicht geringem Erfolg Leistungsschauen und Hochzeitsmessen organisiert – allein die Akteure wurden immer weniger. Wie so oft, waren es am Ende nur ein paar Leute, die die ganze Arbeit schultern sollten. Am Schluss kamen sogar so wenige Mitglieder, dass nicht nur kein Vorstand mehr gewählt werden konnte, sondern dass sie gar nicht mehr über die Auflösung des Vereins entscheiden konnten. Erst bei der zweiten Versammlung hat’s geklappt. Schade eigentlich, denn gerade in ländlichen Regionen ist es wichtig, zu zeigen, was man so alles drauf hat.
Irgendwann geht alles zu Ende. Auch für Klaus Müller. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler scheidet bekanntlich zum Jahresende aus. Nach 35 Jahren. Bald wird sein Nachfolger gewählt. Und wie es sich für einen Finanzfachmann gehört, will er diesem ein geordnetes Haus hinterlassen. So hat er am Donnerstag dem Rat in gewohnter Manier einen ordentlichen Haushalt vorgelegt. Gleich für zwei Jahre, damit man nicht gleich wieder anfangen muss. Respekt!