Kusel Müller neuer Bürgermeister

Endlich geschafft: Wahlsieger Andreas Müller.
Endlich geschafft: Wahlsieger Andreas Müller.

Andreas Müller ist neuer Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein. Er gewann gestern Abend die Stichwahl mit einem Ergebnis von 52,2 Prozent. Für seinen Mitbewerber Sven Eckert blieben 47,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit 46,7 Prozent etwas niedriger als beim ersten Wahlgang vor drei Wochen, bei dem Nadja Donauer ausgeschieden war.

Wenige Minuten nach 18 Uhr, als die ersten Ergebnisse aus den Wahllokalen auf der großen Leinwand im Sitzungssaal der Verwaltung in Lauterecken angezeigt wurden, entwickelte sich ein regelrechter Wahlkrimi, in dem einmal der eine und kurz darauf der andere die Nase vorne hatte. Von 18.06 Uhr bis 18.15 Uhr führte Eckert die Tabelle an, dann übernahm Müller. Um 18.16 Uhr herrschte Gleichstand. Jeder hatte 1579 Stimmen, eine Minute später war es wieder Eckert, noch eine Minute später Müller. Ab 18.24 Uhr blieb Müller an der Spitze, um 18.37 Uhr stand das Endergebnis fest. Müller gewann die Wahl mit 3708 Stimmen, für Eckert votierten 3392 Wähler. Andreas Müller nahm voller Freude die Glückwünsche zahlreicher Besucher entgegen, darunter Sven Eckert, der als Erster Müller zum Sieg beglückwünschte – noch bevor das letzte Wahllokal ausgezählt war. Eckert wusste, dass es für ihn nicht mehr reichen würde, selbst wenn er die Gemeinde Aschbach gewonnen hätte. Müllers Vorsprung war zu groß. Er habe bewusst darauf verzichtet, einen intensiven Wahlkampf zu betreiben und die Partei in den Vordergrund zu stellen, sagte Müller. Er habe sogar überlegt, ob er als Parteiloser antreten solle. Es sei ihm darauf angekommen, zu erfahren, ob die Bürger seine Arbeit honorieren, die er in den mehr als zwei Jahren an der Spitze der Verwaltung geleistet habe. Er habe keine Versprechungen gemacht, sei bei seiner Linie geblieben, beispielsweise was die Verkehrssituation in Medard angehe oder den Verbleib der Turnhalle in Grumbach. „Das wird auch in Zukunft so bleiben“, versicherte er, an seiner Haltung nichts zu ändern. „Damit kann ich leben“, kommentierte Eckert sein Ergebnis. Er geht davon aus, auch künftig als Beigeordneter mit Müller gut zusammenzuarbeiten, so wie bislang.

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