Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Kusel: Kreis will etwas mehr als 14 Millionen Euro investieren

Am Steinbruch in Kreimbach-Kaulbach soll eine neue Rettungswache entstehen. Der Kreis stellt dafür Geld bereit.
Am Steinbruch in Kreimbach-Kaulbach soll eine neue Rettungswache entstehen. Der Kreis stellt dafür Geld bereit. Foto: m. hoffmann

Es geht um Straßen, Schulen, Rettungswachen und Katastrophenschutz, gute Kitas und schnelles Internet: Etwas mehr als 14 Millionen will der Landkreis Kusel 2020 investieren. Es gibt viele Zuschüsse, doch der Schuldenberg wird wachsen.

Auf knapp 14,2 Millionen Euro summieren sich die 38 Positionen der Investitionsübersicht für 2020, die die Verwaltung am Montagmorgen dem Kreisausschuss vorstellte. Knapp 11,6 Millionen Euro Zuschüsse fließen, der Rest geht auf Pump: Rund 2,6 Millionen Euro Kredit sind geplant. Damit wird in der Bilanz am Jahresende die Summe der Investitionskredite bei rund 24,7 Millionen Euro liegen, fast 540.000 Euro höher als Ende 2019. Als Pro-Kopf-Wert ausgedrückt sind das 348 Euro pro Einwohner.

Auch der Ausblick auf 2021 verheißt neue Schulden, 480.000 Euro. Erst ab 2022 sieht die Verwaltung nach heutigem Stand die Möglichkeit, mehr Minus zu tilgen als anzuhäufen – wobei die prognostizierte bilanzierte Kreditsumme trotzdem auf den Höchststand von 25,6 Millionen Euro steigen wird.

Fast eine Million für Schulen

Die größten Brocken im Plan bilden der Breitbandausbau mit 8,4 Millionen Euro Investitionen und der Kreisstraßenbau mit zwei Millionen Euro Kosten. Allerdings fließen Zuschüsse, so dass die Straßen am Ende mit 600.000 und das schnelle Internet mit etwas mehr als einer Viertelmillion Euro an der Kreiskasse hängen bleiben. Auch die Bauarbeiten auf Burg Lichtenberg, der barrierefreie Ausbau der Radwege, die Sanierung der Außensportanlage des Schulzentrums auf dem Rossberg in Kusel sowie die Fischtreppe im Kuselbach am Wehr in Kusel-Diedelkopf sind dank Fördermitteln oder Kostenanteilen anderer Nutzer quasi durchlaufende Posten.

In die Schulen fließen 2020 insgesamt über 950.000 Euro, davon 45.000 Euro als Zuschuss für die Mensa in Lauterecken. Die Rettungswache Kreimbach-Kaulbach und das Feuerwehrgerätehaus Konken schlagen mit 225.500 Euro in der Rechnung zu Buche, die Kitas mit 380.000 Euro. In den Katastrophenschutz sollen 116.500 Euro fließen.

Der Kreisanteil an der Vitalbad GmbH, die das Kuseler Schwimmbad trägt, liegt bei 415.000 Euro und die zeitgemäße EDV-Ausstattung der Kreisverwaltung wird fast 100.000 Euro kosten. 60.000 Euro sind für einen kleineren Laster mit Anhänger veranschlagt, den der Hausmeisterpool der Kreisverwaltung benötigt.

Info

Folgende Straßen sind in den Investitionsplan der Verwaltung aufgenommen:

  • die K 37 zwischen Buborn und Hausweiler sowie die Freistrecke von Hausweiler bis zur B 270
  • die Ortsdurchfahrt Dennweiler-Frohnbach
  • die K 68 von Hoppstädten bis zur Kreisgrenze
  • die K 14 von Herchweiler im Ostertal bis zur B 420
  • die Verbindung von Neunkirchen/Potzberg bis Föckelberg
  • die K 4 aus Schmittweiler kommend in der Ortsdurchfahrt Schönenberg-Kübelberg
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