Kusel Feuchtigkeit mag der Weizen jetzt nicht

91-46689952.jpg

In diesen heißen Tagen kommt die Ernte wieder richtig in Fahrt. Im wahrsten Sinne des Wortes hat es manchen Landwirten im Landkreis die Ernte gewaltig verhagelt. Welche Konsequenzen das mit sich bringt, hat Marcel Müller, Vorsitzender des Kreis-Bauern- und Winzerverbandes, der RHEINPFALZ erklärt.

„Es ist unterschiedlich, aber dort, wo es gehagelt hat, haben wir natürlich gravierende Schäden“, berichtet Müller. Auf seinen Feldern bei Körborn seien die Schäden eher gering, aber die Schneise, die die Unwetter in Richtung Lauterecken und Schönenberg-Kübelberg geschlagen haben, habe teilweise zum Totalausfall der Ernte geführt. Besonders betroffen sei der Raps, da die Schoten schon bei Starkregen aufplatzen könnten und so den Samen verlieren. „Dennoch ist es im Moment schwer abzuschätzen, was wir insgesamt an Ernteausfall haben. Die Wintergerste hat nämlich auch ganz schön gelitten. Etliche Ähren sind durch Regen und Wind abgeknickt“, hat der Landwirt festgestellt. Seit gestern rollen die Mähdrescher aber wieder, immerhin soll das Wetter am Wochenende heiß werden. „Es war aber auch ein recht früher Erntestart in diesem Jahr. Eine Woche vor den Unwettern waren wir ja schon mal draußen“, sagt Müller. Das Problem sei nun nämlich auch, dass der Weizen durch die Feuchtigkeit zu leiden beginne. Denn nun bilde sich aus den Körnern ein Keimling, „und das verschlechtert dann auch wieder die Backqualität“. Allgemein sei die Qualität seiner Ernte bislang normal. Alles in allem müsse man abwarten, wie der Ertrag nach der Ernte aussehe. Müller: „Das kann dann von einer durchschnittlichen Ernte bis zu 30, 40 Prozent unter dem Durchschnitt liegen.“ Immerhin: Für normale Grünflächen und Mais habe der Regen wenigstens sein Gutes gehabt. (uck)

x