Kusel Feld: Eine Herausforderung

Im Haus in der Schulstraße 5 in Kusel können ab 4. Juli Kfz-Schilder gekauft werden.

Es dauert noch ein Weilchen, bis das erste Fahrzeug in Lauterecken zugelassen werden kann. Aus dem ursprünglichen Vorhaben, die Zulassungsstelle zum April oder Mai zu eröffnen, wurde nichts. Nun soll es Anfang Juli werden.

„Ja, wir haben schon Anfragen, wann es losgeht“, bestätigt der Büroleiter der Lauterecken-Wolfsteiner Verwaltung, Hans Feld. Aber der Schulungsaufwand für die neue Aufgabe sei doch immens, sagen Feld und die Leiterin der Abteilung Bürgerdienste, Margit Klahr-Bender– daher verzögere sich die Eröffnung. Bis die Handhabung der neuen Software verinnerlicht sei, brauche es seine Zeit. „Das geht nicht von heute auf morgen“, sagt Feld, der darauf hinweist, dass schon im November 2015 die ersten EDV-Schulungen absolviert worden waren. Bei der Organisation der Schulung von vier Mitarbeitern des Bürgerbüros, wo die Kraftfahrzeugzulassung angedockt wird, dürfe der Betrieb nicht beeinträchtigt werden, macht Feld deutlich. Auch aus diesem Grund sei die Installation des Kfz-Zulassungsservices durchaus eine organisatorische Herausforderung für die Verwaltung. In der Zulassungsstelle der Kuseler Kreisverwaltung erhalten die Mitarbeiter ihr Rüstzeug. Dort schauen sie ihren Kollegen über die Schulter, üben auch selbst, um Sicherheit zu gewinnen. Die Aufgabe gehe weit über das Maß, lediglich eine Maske am Bildschirm auszufüllen, hinaus, merkt Klahr-Bender an. „Da steckt mehr dahinter“, fügt Feld hinzu, es handele sich um eine völlig neue Ausbildung. Die Mitarbeiter müssten sich einarbeiten in Rechtsgebiete, mit denen sie bislang nichts zu tun hatten, Straßenverkehrsrecht beispielsweise und eben das gesamte Kfz-Zulassungswesen. Die Mitarbeiter müssten beispielsweise abgleichen, „ob es beim Antragsteller Steuer-Rückstände“ gebe, nennt Feld eine Aufgabe, die für Außenstehende gar nicht ersichtlich sei. Besonders schwierige Fälle würden allerdings weiterhin von den Fachleuten in Kusel bearbeitet. Im Lauterecker Bürgerbüro werden zwei Arbeitsplätze eingerichtet, an denen Fahrzeuge zugelassen werden können. Die Abteilung Bürgerdienste wird laut Feld um eine Stelle aufgestockt, im Bürgerbüro werden künftig anstatt vier Mitarbeiter fünf tätig sein. Die Hardware und Lizenzen zur Nutzung der Software sind vorhanden, rund 10.000 Euro sind im Haushalt für diese Investition eingeplant. Im Laufe der nächsten Wochen werden die Schulungen abgeschlossen. Wie groß der Ansturm auf die Lauterecker Zulassungsstelle sein wird, vermag niemand zu sagen. „Die Kreisverwaltung geht von etwa 10.000 Fällen im Jahr aus, die hier bearbeitet werden“, teilt Feld mit. „Wir müssen abwarten, ob das so kommt“. Wenn es größere Abweichungen geben sollte nach oben oder unten, werde man auf jeden nachsteuern. „Wir werden flexibel reagieren“, versichert der Büroleiter. Feld bittet vorsorglich um etwas Verständnis, sollte es zu Beginn zu etwas längeren Wartezeiten kommen. Die Sache müsse sich erst einspielen, und wenn gleich zu Anfang besonders viele Zulassungen zu bewerkstelligen seien, könne es zu Verzögerungen kommen. Außerdem müssten die anderen Dienste im Bürgerbüro ja ebenfalls weiterlaufen. In der zweiten Juliwoche, ab dem 4., soll es laut Feld losgehen. Wer zur Zulassung ein Kennzeichen benötige, auch dem könne geholfen werden: In unmittelbarer Nähe der Verwaltung werde ein Privatunternehmen einen Schilderdienst anbieten. (dgg) INFO Die Zulassungsstelle nimmt voraussichtlich ab 4. Juli täglich ab 7.15 Uhr Anmeldungen an – und zwar montags, dienstags und mittwochs bis 15 Uhr, donnerstags bis 17 Uhr und freitags bis 12 Uhr.

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