Kreis Kaiserslautern Windkraft: Kooperation statt Widerspruch

Langwieden. Das Verwaltungsgericht Neustadt hat den Bebauungsplan „Windkraft Langwieden“ für unwirksam erklärt (wir berichteten). Langwiedens Ortsbürgermeister Max Marowsky möchte keinen Widerspruch gegen das Urteil einlegen. Er setze auf Kooperation zum Vorteil aller Beteiligten.
„Wir wollten das Maximum rausholen für die Gemeinde“, sagt Marowsky. Auf der im Bebauungsplan ausgewiesenen Fläche sollen demnach so viele Windkraftanlagen wie möglich aufgestellt werden. Dazu arbeitet die Gemeinde schon länger mit der Firma Prokon zusammen, die hier vier Windräder aufstellen möchte. Da waren die Stadtwerke Speyer (SWS), die gegen den Bebauungsplan geklagt hatten, außen vor. Nun besitzen diese aber mitten im Plangebiet ebenfalls ein Grundstück, auf dem sie ein Windkraftrad errichten möchten. Diesem Vorhaben sind sie mit dem Gerichtsurteil deutlich näher gekommen. Dass Fehler gemacht wurden, räumt Marowski ein. Das sei allerdings keineswegs Absicht gewesen, sondern den komplexen Regelungen geschuldet. Widerspruch gegen das Urteil zieht er nicht in Erwägung. Es gelte immer noch, das Maximum für Langwieden herauszuholen, das von Windkraftanlagen auf seiner Gemarkung finanziell stark profitieren könnte. Wie es genau weiter gehe, müsse nun gemeinsam mit allen Beteiligten geklärt werden. Dann werde man sehen, was getan werden muss, um alles auch rechtlich in trockene Tücher zu bringen. |bby