Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Wie es mit der Sanierung des Gymnasiums weitergeht

Das Landstuhler Sickingen-Gymnasium wird für über 20 Millionen Euro generalsaniert.
Das Landstuhler Sickingen-Gymnasium wird für über 20 Millionen Euro generalsaniert.

Von außen sieht man zwar nichts, aber im Inneren wird kräftig gewerkelt: Die millionenschwere Generalsanierung des Sickingen-Gymnasiums Landstuhl schreitet voran. Was ansteht und was bereits geschafft ist.

Nachdem sich der Kreistag gegen einen Neubau und für eine Sanierung der Bestandsgebäude des Sickingen-Gymnasiums in Landstuhl entschieden hatte, wurden bereits vor einem Jahr vier Schülerjahrgänge – 350 Schüler der Klassen zehn bis 13 – in die seit ihrer Schließung verwaiste Realschule Wallhalben ausgelagert. Somit entstand Platz für die ersten Arbeiten. In den Monaten seit der Auslagerung wurden diese Räume leer geräumt sowie Decken und Verschalungen geöffnet, um die Substanz des Gebäudes untersuchen zu können, erläutert Projektleiterin Tassya Rauch, die bei der Kreisverwaltung für Hochbauvorhaben zuständig ist. „Entdeckt wurden bauzeittypische Schäden, die saniert werden sollen.“

In den Sommerferien geht es aber zunächst an die Abbrucharbeiten: Die Aula, der naturwissenschaftliche Trakt sowie das Erdgeschoss des Hauptgebäudes werden entkernt. „Das wird schon richtig laut. Darum sollen diese besonders lärmintensiven Arbeiten in den Sommerferien über die Bühne gehen“, sagt Rauch. Ganz werde dies wohl nicht zu packen sein, aber: „Wir streben an, dass zu Schulbeginn nur noch Feinarbeiten zu erledigen sind.“

Interimslösung für naturwissenschaftliche Fächer

Den Zuschlag für die Abbrucharbeiten erhielt ein Mainzer Abrissunternehmen für rund 90.000 Euro. In den kommenden Jahren investieren das Land und der Landkreis etwa 21,5 Millionen Euro – so die Schätzung aus dem Jahr 2020 – in das Schulgebäude: Im ersten von zwei Bauabschnitten werden unter anderem das Erdgeschoss des Hauptgebäudes saniert und umgebaut, der naturwissenschaftliche Trakt und die Aula auf Vordermann gebracht und das Mitteltreppenhaus barrierefrei neugebaut.

Um die jüngeren Schüler, die während der Bauarbeiten weiter in Landstuhl die Schulbank drücken, weiter in naturwissenschaftlichen Fächern unterrichten zu können, wurden Interimssäle für Chemie, Biologie, Physik und Informatik mit den entsprechenden technischen Anschlüssen eingerichtet, erläutert Rauch. Diese Fachräume werden im zweiten Bauabschnitt aber wieder zurückgebaut, denn sie sollen auch in Zukunft ihren angestammten Platz im naturwissenschaftlichen Trakt des Gymnasiums finden.

Ob es angesichts der Kostensteigerungen in allen Baubereichen bei den angepeilten 21,5 Millionen Euro bleibt, konnte Tassya Rauch am Donnerstag nicht sagen. „Aktuell liegt noch keine Kostenschätzung vor.“

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