Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Westricher Fastnacht: Narren kommen ins Congress Center

Hofnarr Andreas Franz wird auch in diesem Jahr wieder in die Bütt gehen.
Hofnarr Andreas Franz wird auch in diesem Jahr wieder in die Bütt gehen.

In ein Haus voller Narren wird sich das Congress Center Ramstein (CCR) am Sonntag, 14. Januar, ab 14.11 Uhr verwandeln. Dorthin nämlich laden die Ramsteiner Bruchkatzen und der Bezirk Westpfalz der Vereinigung Badisch-Pfälzischen Karnevalsvereine zur 61. Wefa-Sitzung ein. Karten gibt es nur noch auf Anfrage oder mit etwas Glück am Sonntag vor Ort.

„Unsere Halle im CCR ist mit 400 Besuchern eigentlich so gut wie voll“, sagt Peter Schwiewager, Bezirksvorsitzender Westpfalz. Die Mehrheit stellen die Mitglieder von etwa 25 zum Bezirksverband Westpfalz gehörenden Vereine. Aber das eine oder andere Plätzchen gebe es vielleicht noch, macht er Interessierten Hoffnung. Wer eins ergattert, kann sich auf ein „tolles Programm“ freuen, kündigt er an.

Eine bunte Mischung

Wie das aussieht? Schwiewager zückt seine Unterlagen. Er hält zunächst fest, dass „15 der 50 Mitgliedsvereine die etwa vierstündige Veranstaltung bestreiten“. Erwarten werde die Zuschauer eine bunte Mischung aus fastnachtlichen Darbietungen. Wer legt die Akteure fest? Dafür, meint Schwiewager schmunzelnd, sei der Bezirksvorsitzende zuständig – „selbstverständlich in Absprache mit den Vereinen“. Diese reichten bis Ende November ihre Vorschläge mit den Personen oder Gruppen ein, die sie aus ihren Reihen bei der Wefa gern sehen würden. Aus diesen Listen wiederum wählt der Vorsitzende dann im Dezember „schweren Herzens“ aus, um ein möglichst ausgewogenes Programm zu gestalten.

Mit von der Partie sind diesmal fünf Musikbeiträge – darunter die „Humba Buwe“ und die „Sternenflieger“ aus Kaiserslautern, die „Hofkater“ aus Ramstein, das Duo „Svenja und Flo“ aus Kusel und die „Pfälzer Rhythmusfetzer“, das sind Guggemusiker aus Landstuhl. Zu bewundern sind die Garden aus Ramstein, Landstuhl und Herschberg, die Schautanzgruppen aus Blieskastel, Pirmasens und Altenglan, das Männerballett aus Kaiserslautern sowie Tanzmariechen aus Annweiler und ein Tanzpaar aus Ramstein-Miesenbach.

Vier Stunden ohne Pause

Selbstverständlich dürfen bei der Wefa-Sitzung gute Büttenreden nicht fehlen. Auch hier schicken die Vereine ihre Besten. Mit Sicherheit viel zu lachen gibt es, wenn „de Härtschd“ (Oliver Betzer) und „de Bauer Sepp“ (Tobias Paltz) aus Fischbach, Hofnarr Andreas Franz aus Ramstein, „die Allerschenst“ (Heike Förch) aus Zweibrücken sowie Martin Berberich aus Annweiler die Bühne entern.

Ohne Pause werde das Programm über vier Stunden durchgezogen, betont Schwiewager. Er wird zusammen mit Jürgen Lesmeister, Präsident der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine und Präsident des KV Bruchkatzen, durchs Programm führen. Gemeinsam mit den Tollitäten – das sind drei Prinzenpaare und 17 Prinzessinnen – werden die zwei Moderatoren auf dem Podium residieren. „Nein, einen Elferrat brauchen wir an diesem Nachmittag wirklich nicht“, sagt Schwiewager lachend.

Immer woanders

Übrigens gibt es traditionell für die närrischen Hoheiten vor der Wefa-Sitzung einen eigenen Empfang. Dieser ist bereits morgens um 10.11 Uhr im CCR. Gleichzeitig werden in diesem Jahr fünf Verdienstorden an Mitglieder verliehen, die entweder 30, 40 oder 50 Jahre närrisch unterwegs sind.

Die Wefa-Sitzung ist die älteste in ganz Deutschland, sagt Schwiewager. Sie wird rollierend von je einem Verein organisiert. So fand sie 2023 in Kaiserslautern statt, 2025 wird sie in Miesau sein. Natürlich müssen die Vereine vor Ort eine passende Halle zur Verfügung stellen können, nennt Schwiewager eine Voraussetzung. Dass jeweils auch etwas Arbeit auf die Ausrichter zukommt, verhehlt er indes nicht.

Info

61. Wefa-Sitzung, Sonntag, 14. Januar, 14.11 Uhr, CCR Ramstein. Kartenanfrage an Peter Schwiewager, Telefon 0176 87840249, oder Jürgen Lesmeister, Telefon 06371 58110. Die Tageskasse im Eingangsbereich des CCR öffnet am Sonntag um 12 Uhr.

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