Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Weilerbach: Kreativausstellung von Hobbykünstlern lockt mit vielseitigem Angebot

Placeholder-Image

„Wieder eine sehr gelungene Ausstellung“, besagt der Eintrag im Gästebuch, das im Eingangsbereich des Weilerbacher Bürgerhauses ausliegt. Hier fand am Wochenende die 29. Kreativausstellung von Hobbykünstlern statt. Ein Angebot, das zahlreiche Besucher am Sonntagnachmittag nutzten.

Im Saal zeigen 32 Hobbykünstler ihre mit viel Liebe zum Detail gefertigten Arbeiten. Deren Charme besteht vor allem darin, dass es sich um Unikate handelt, die nicht in einem Geschäft zu kaufen sind. Besucher schlendern an den Ständen vorbei, um einen genauen Blick auf die Angebote zu werfen und halten schon Ausschau nach Präsenten für den Gabentisch oder einen anderen Anlass. Kaum einer geht mit leeren Händen.

Adventskränze aus Tannenzapfen, Kerzenhalter aus Holz in Christbaum- und Sternform und geschmückt mit kleinen Kugeln oder Tischläufer mit weihnachtlichen Motiven – da steigt die Vorfreude aufs Fest. Genähte Teddybären und Häschen gucken fröhlich aus der Wäsche, gegenüber klappern die Stricknadeln, an denen Wollstrümpfe in vielerlei Farben wachsen. Funkelnde Perlenbilder mit christlichen Motiven, gehäkelte Tassen mit süßem Inhalt und Seifenherzen, in Tüll mit goldenen Sternen verpackt, werden auf den Tischen präsentiert.

Herdhandtücher und Autotaschen

„Dinge, die die Welt nicht braucht und trotzdem zu gebrauchen sind“, umschreibt Anja Scheer aus Reichweiler im Landkreis Kusel ihr Angebot. Gerade hat Christian Lellbach aus Kaiserslautern eines ihrer Herdhandtücher erstanden. „So etwas habe ich vorher noch nicht gesehen. Ich habe gedacht, das brauche ich“, erzählt er. Gerade erst gekommen, ist das Herdhandtuch sein erster Kauf, aber: „Ich werde noch etwas bleiben.“

Diese Handtücher mit Knopfleiste, beispielsweise zum Befestigen an der Reling, machen nur einen kleinen Teil von Scheers Sortiment aus, sind aber sehr gefragt. Viel Praktisches und Schönes ist in abendlichen Stunden an der Nähmaschine entstanden – auch Autotaschen, Brotkörbchen, Sauna- oder Schwimmbadhandtücher mit Kordel zum Zuziehen, sodass ein Sack mit der nassen Wäsche entsteht. Für sie ist dieser Markt eine Gelegenheit, ihre vielen Arbeiten zu zeigen und an den Mann zu bringen.

Einige Schritte weiter verkaufen Heike Lutz und Petra Eckler selbst hergestellte Würzsalze mit Rosmarin, Chili oder Petersilie aus ihrem Garten. Teils sind sie im Glas verpackt, teils in kleinen Säckchen an einem Kochlöffel befestigt. Sie sind als Mitbringsel genauso gefragt wie die „Seelenwärmer“, eine Art Strickweste, mollig und mit langem Rückenteil.

Aufgehübschte Stühle und Kleinmöbel

Mittig zeigt das „Atelier und Tee“, eine Initiative für Asylsuchende und Einheimische, aufgewertete Stühle und Kleinmöbel und hat Holzdekorationen mitgebracht. „Einen haben wir verkauft, und einer ist in Auftrag gegeben“, berichtet Antonius Scherer. Daneben stellt Fotograf Martin Koch seine Arbeiten unterteilt in sein Steckenpferd, die Fotografie des Sternenhimmels und der Landschaft, sowie seine Dienstleistungen aus. „Die Menschen sind nach wie vor toll. Ich liebe es, mit den Leuten zu sprechen und meine Fotos präsentieren zu können“, sagt er.

„Guck mal, das ist auch alles selbst gemacht“, sagt eine Besucherin zu ihrer Begleitung mit Blick auf die Nähkästchenboxen. Sie wurden von Mara Galle und Schwester Christina De Oliveira mitgebracht. Die beiden Schwestern aus Ruppertsecken im Donnersbergkreis zeigen ihre Arbeiten aus einer Kombination von Karton und Patchwork. Heraus kommen zum Beispiel Nähkästchenboxen, ummantelt aus fröhlichen, farbigen Stoffen und bestückt mit den wichtigsten Utensilien. Rita Wilhelm steht davor und überlegt. „Das ist nur etwas für jemanden, der das auch zu schätzen weiß“, sieht die Weilerbacherin die Besonderheit in den Werkstücken. „Ich nehme auf jeden Fall eines mit, ich weiß nur noch nicht für wen“, meint sie lachend.

x