Kreis Kaiserslautern „Was will man mehr?“

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Gemütliche Abende unter dem Sternenhimmel und so manch anderem Licht versprach das Schlossparkfestival in Trippstadt. Zur hochkarätigen Musik gab es ein Rahmenprogramm, an dem sich Erwachsene und Kinder gleichermaßen erfreuen konnten. Zum Teil bei der Tribute Night am Freitag, spätestens aber während des vierten Pfalzwerke-Lichterfests am Samstag herrschten Andrang und ausgelassene Stimmung im Schlossgarten.

Egal ob Spezialitäten der kulinarischen Flaniermeile kennenlernen, Weine aus der Region testen, den Klängen der Musiker von Graceland, Waterloo, Season Four oder Brass Machine lauschen oder einfach das schöne Wetter bei Nacht genießen: Das Schlosspark-Festival bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Die Organisatoren und Sponsoren haben sich sichtlich ins Zeug gelegt, um für alle Besucher ein kurzweiliges Fest zu schaffen und gemeinsam mit ihnen fröhlich in den August zu starten. Bereits zum vierten Mal – und zum dritten Mal in dieser Form – sind Familien aus der Region in den Schlosspark eingeladen, ein überaus geselliges Wochenende zu verbringen. „Ich habe das Lichterfest in Schwetzingen gesehen und mich gefragt, warum gibt es so etwas in der schönen Westpfalz nicht?“, lautet der Gedanke, mit dem Eventleiter Christopher Molter das Fest 2012 ins Leben gerufen hat. Mit bekannten Künstlern wie Glasperlenspiel und Andreas Bourani sind seitdem die Besucherzahlen stetig gestiegen und so ist auch er anfangs gespannt, was die Gäste an den beiden Tagen erwartet: „Die Wetterprognose stimmt mich optimistisch. Dann schauen wir mal, wie die Abende so laufen.“ Und diese laufen gut, ganz besonders der zweite. Beim Fest der Lichter sind die Tische voll besetzt, die Besucher tanzen, Kinder spielen auf der Wiese oder tummeln sich vor der Hüpfburg. Jeweils pünktlich um 20.30 Uhr ist es dann soweit. Das Schloss und dessen Anlage erstrahlen in Blau und Rot. Verantwortlich dafür sind leuchtende Statuen, die wie Stachel aus der Grünanlage ragen. Eine aufregende Feuerwerksdarbietung mit Begleitmusik ist das I-Tüpfelchen. Mit den Sternen strahlt es um die Wette. Ebenfalls steht ein Besuch des romantischen Weindorfs auf der Tagesordnung. Winzer aus der Nähe zeigen hier, was die Pfalz zu bieten hat. Wie sich unschwer erkennen lässt, stößt das überall auf Zuspruch. Als weiteren Bestandteil des Rahmenprogramms zieren Werke der Kunstausstellung „Krea/Art – Kunst für kreative Lebensräume“ den Park. Teils auf Leinwand, teils aus Steinputz hat Jürgen Gamber konkrete und abstrakte Bilder und Installationen geschaffen, die dank einer dunklen und blassen, aber keineswegs düsteren, Farbgebung mit Veranstaltung und Anlage in harmonischem Einklang stehen. Allein diese Werke genügen, damit es manch einen Besucher zum Festival zieht. So auch Antje und Roland Gensler, die aus Siegelbach angereist sind. „Wir sind zum ersten Mal hier, aber positiv beeindruckt. Es könnte zwar ein bisschen voller sein, aber so ist es ganz angenehm. Am besten finden wir die Gruppen heute Abend und ganz besonders das Schaffen von Jürgen Gamber“, lautet ihr Resümee für den ersten Tag. Neben ihnen haben unter anderem auch Gäste aus Mehlingen, Otterberg und Kaiserslautern den Weg auf sich genommen und mischen sich unter das Publikum. So lassen sich die Trippstadter selbst die Veranstaltung selbstverständlich auch nicht entgehen. Sandra Dully-König hat schon die Geburtsstunde des Festes vor drei Jahren miterlebt und ist auch heute wieder dabei. „Ich möchte dieses wunderschöne Festival im wunderschönen Schlosspark gerne unterstützen“, erklärt sie ihre Motivation. „Zwar sind wir mit Andreas Bourani und Glasperlenspiel sehr verwöhnt, aber auch von den heutigen Bands bin ich begeistert und die Atmosphäre ist wunderschön.“ Ihre Freundin Angelika Whitesides, ebenfalls aus Trippstadt, ergänzt: „Solche Aktivitäten in der Nähe unterstütze ich gerne. Hier gibt es immer nette Leute, die Musik ist gut, die Beleuchtung interessant – was will man mehr?“ (saze)

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