Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Was Enkenbach-Alsenborn und Reichenbach-Steegen 2021 umsetzen wollen

Die Kita in Alsenborn wird ausgebaut, sechs Gruppen finden dort künftig Platz.
Die Kita in Alsenborn wird ausgebaut, sechs Gruppen finden dort künftig Platz.

In der einwohnerstärksten und namensgebenden Gemeinde der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn sind die Werke im Jahr 2020 „sehr aktiv“, wie Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel (CDU) sagt. In Reichenbach-Steegen in der Verbandsgemeinde Weilerbach soll die Kindertagesstätte auf Vordermann gebracht werden.

Für Enkenbach-Alsenborn gilt: Das Wärmenetz soll weiter entlang der Donnersbergstraße bis zur Heidestraße ausgebaut werden. Es wird gespeist vom Biomasseheizkraftwerk und der Heizzentrale im Norden Enkenbachs. Es versorgt neben etlichen öffentlichen Einrichtungen wie dem Rathaus, der Feuerwehr und der Bereitschaftspolizei bereits rund 100 Privathaushalte.

Internet soll schneller werden

Nicht nur mit Wärme, auch mit schnellem Internet versorgt die Gemeinde ihre Einwohner eigenständig. Um mit der kommunal ausgegründeten Vega-Net GmbH weit höhere Datengeschwindigkeiten als 100.000 Megabit pro Sekunde – die andernorts bereits als sehr schnell gelten – anbieten zu können, haben sich die vier Ortsgemeinden Mehlingen, Enkenbach-Alsenborn, Neuhemsbach und Sembach zu der Anstalt öffentlichen Rechts „MEANS“ zusammengeschlossen, um Fördermittel beim Land beantragen zu können. „Der Bund zahlt 50 bis 60 Prozent an Gemeinden, die selbst den Ausbau übernehmen, das Land stockt auf 90 Prozent Zuschuss auf“, erläutert Wenzel. Von Glasfaser bis zum Gebäude (FTTB) und nicht nur bis zum Verteiler (FTTC) sollen dann die Haushalte profitieren. „2021 werden jedoch erst die weißen Flecken ausgebaut, im kommenden Jahr dann der Rest.“ Die vier Orte der ehemaligen Verbandsgemeinde Hochspeyer sind über das Kreiscluster versorgt.

Stattliche sechs Millionen Euro verschlinge das Projekt; doch über den Eigenanteil von 600.000 Euro macht sich Wenzel keine Sorgen. „Die Leitungen werden an die Vega-Net vermietet; bei der Ausschreibung hat die als Einzige geboten.“ Über 40 Jahre rechnet Wenzel das Projekt, so dass sich der jährliche Aufwand auf lediglich 15.000 Euro beschränke.

Auch an die ganz kleinen Einwohner ist gedacht: Aufgrund des neuen Kita-Gesetzes und des Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz ab Januar 2021 muss die Mittagsverpflegung gesichert sein. Der Ausbau des Kindergartens Alsenborn ist voll im Gange, nach Fertigstellung werden dort sechs Gruppen Platz finden. Für den Waldkindergarten, „der sehr gut angenommen wird“, zählt Wenzel auf die siebenjährige Übergangsregelung. Denn derzeit dürfe am Standort nicht ausgebaut werden, so dass eine Essensverpflegung schwer ist.

Bauland in verschiedenen Ortsteilen

Auch für die Gemeinde Reichenbach-Steegen ist das Kita-Zukunftsgesetz ein großes Thema in diesem Jahr. „Das ist herausfordernd für alle Beteiligten“, meint Ortsbürgermeister Dirk Wagner (SPD) im Hinblick auf die Kita Lummerland, „eine der wichtigsten Einrichtungen in Reichenbach-Steegen“. Aspekte wie der Anspruch auf sieben Stunden Betreuung am Stück werden ihre Spuren hinterlassen, etwa was die Schlaf- und Essensplätze angeht. Doch auch ohne die neuen Anforderungen fehlt es in der Kita an räumlichen Kapazitäten, braucht es ein Besprechungs- und Personalzimmer. „Mit den Sanitäranlagen muss man etwas machen“, stellt der Ortsbürgermeister gleichfalls fest. Ein Architekt soll sich nun erst einmal um die Planung eines „Bedarfsumbaus“ kümmern. Auf jeden Fall erneuert werden in diesem Jahr die Fenster, dank eines kommunalen Investitionsprogrammes.

Unweit der Kita in der Bahnhofstraße sind nach wie vor andere Projekte im Gespräch: eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für ältere Menschen, wobei Wagner zufolge noch immer ein Investor aus der Region mit im Boot ist, und eventuell eine Gewerbe-Ansiedlung. Jedoch müsse zunächst mit den Behörden geklärt werden, wie Baurecht erlangt werden kann. Nicht zuletzt ist das einstige Raiffeisengebäude in der Bahnhofstraße angesiedelt, dessen Zukunft ebenfalls noch nicht klar ist. Da müsse noch ausgelotet werden, wie es künftig genutzt werden könne. Mittlerweile gebe es aber so viele Projekte in der Bahnhofstraße, dass das Raiffeisengebäude zunächst keine Priorität genieße, sagt Wagner.

Bauland soll her

In Reichenbach-Steegen soll zudem Bauland in verschiedenen Ortsteilen her. In Fockenberg-Limbach geht es nun als Erstes für die Gemeinde darum, Flächen anzukaufen – in Verlängerung der Römerstraße. Weitere Vorhaben für die nächste Zeit: eine innerörtliche Radweganbindung an den Pfälzer-Land-Weg in Richtung Oberstaufenbach und ein anonymes Urnenfeld auf dem Reichenbacher Friedhof. Und in der Dorfentwicklung sind noch Bebauungspläne zu erstellen, die Flächennachverdichtungen wie zum Beispiel rund um die Alte Mühle in Steegen regeln.

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