Kreis Kaiserslautern Vor der Landratswahl: Wie viele Wähler bereits ihr Kreuzchen gemacht haben
Etwas mehr als 17 Prozent der 12.599 Ramstein-Miesenbacher Wahlberechtigten haben sich schon per Brief für einen der beiden Landratskandidaten entschieden. Zur Wahl stehen Amtsinhaber Ralf Leßmeister, der für die CDU antritt, und Thorsten Haferanke, der den Posten für die SPD gewinnen möchte. Ob dieser Anteil eine knappe Woche vor dem Wahltag besonders hoch oder niedrig ist, könne er nicht einschätzen, sagt Wolfgang Weber aus dem Wahlamt der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach. Denn 2001, 2009 und 2017 sei im ersten Wahlgang nie nur der Landrat an den Wahlterminen bestimmt worden, sondern zeitgleich habe immer auch noch eine Bundes-, Landtags- oder Kommunalwahl stattgefunden.
Geringe Wahlbeteiligung erwartet
Immerhin schon mehr als jeder Fünfte hat in der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn bereits sein Kreuzchen gemacht. 3471 der 15.646 Wahlberechtigten machten dort bislang von der Briefwahl Gebrauch. Diese Zahl „ist eher als wenig einzustufen“, sagt Borijan Radojevic von der VG-Verwaltung und fügt hinzu: „Dies ist aber der erfahrungsgemäß geringen Wahlbeteiligung geschuldet.“ Diese liege bei Landratswahlen nur bei 30 bis 40 Prozent.
In der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg haben etwas mehr als 20 Prozent von den insgesamt 14.964 Wahlberechtigten bis Dienstagmittag ihr Votum für einen der beiden Bewerber abgegeben. 3048 Personen nutzten die Möglichkeit, ihren Wunschkandidaten per Briefwahl zu bestimmen. Was die Wahlbeteiligung bei der Landratswahl angeht, geht man auch in der VG-Verwaltung Otterbach-Otterberg im Gegensatz zur Europa- und Kommunalwahl sowie zur Bundestagswahl davon aus, dass diese eher gering sein wird. „Es ist wahrscheinlich, mit einer Wahlbeteiligung von unter 50 Prozent zu rechnen“, so Louisa Heinz von der VG-Verwaltung.
Um die 20 Prozent haben schon per Brief gewählt
Das deutet sich auch ganz im Westen des Landkreises an: 1450 Wahlscheine wurden bis am Dienstagmittag in der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau ausgefüllt: Bei 7812 Wahlberechtigten sind das 19 Prozent, berichtet Andreas Traumer von der Verbandsgemeindeverwaltung. „Bei der Landratswahl ist das immer so eine Sache. Da gehen nicht so viele Leute wählen wie bei anderen Wahlen.“
11.100 Wahlberechtigte gibt es in der Verbandsgemeinde Weilerbach, davon haben bereits 2432 ihr Votum per Brief abgegeben – rund 21 Prozent, lautet die Auskunft von Nicole Fischer, die in der Verwaltung für Wahlen zuständig ist.
In der VG Landstuhl, der größten Verbandsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern, zeigt sich ein ganz ähnliches Bild: Laut Bürgermeister Peter Degenhardt haben 4155 von insgesamt 19.787 Wahlberechtigten – und damit 21 Prozent – Briefwahl beantragt. „3021 Rückläufer sind bereits in der Verwaltung eingegangen“, sagt er.
Bei der Wahl vor acht Jahren zog es im ersten Wahlgang 75 Prozent der Bürger an die Urnen: Damals gab es allerdings drei Kandidaten – Ralf Leßmeister (CDU), Martin Müller (SPD) sowie Ero Zinßmeister (FWG). Und es fand zeitgleich die Bundestagswahl statt. 14 Tage später bei der Stichwahl war die Wahlbeteiligung deutlich geringer: Sie lag bei 40,6 Prozent.