Kreis Kaiserslautern „Viel Platz für differenzierte pädagogische Angebote“

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Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat Landstuhl am Dienstagabend beschlossen, auf einem städtischen Grundstück im Stadtteil Melkerei eine neue Kindertagesstätte für drei Gruppen zu bauen. Lediglich aus der FWG-Fraktion gab es eine Gegenstimme. Die Kosten für den Neubau, der bis 2015 fertig sein soll, belaufen sich auf rund 1,85 Millionen Euro.

Die neue kommunale Einrichtung ist zentral an der Straße „Auf der Pick“ in unmittelbarer Nähe des bereits bestehenden Spielplatzes gelegen. „Dieser Spielplatz soll teilweise von den Kindergartenkindern mitgenutzt werden“, erläuterte Architekt Alexander Blanz. Die Kita ist als eingeschossiger, L-förmiger Bau mit viel Grün rundherum konzipiert: „Aus allen Räumen kann man ebenerdig und barrierefrei ins Außengelände gelangen. Dort gibt es eine Wiese ohne Spielgeräte, auf der die Kinder toben können.“ Diese Rasenfläche könne auch für Veranstaltungen wie Feste und Weihnachtsmarkt genutzt werden. Darüber hinaus ist im Freien ein „kleinkindtauglicher Spielbereich“ vorgesehen. Im Inneren gibt es neben drei Gruppenräumen unter anderem einen verglasten Kommunikationsraum, einen Mehrzweckraum, ein Bistro mit Terrasse, Schlaf- und Sanitärräume sowie für die Kleinsten einen Wickelraum mit Dusch- und Bademöglichkeit. „Die Gruppenräume haben einen Intensivraum für die separate pädagogische Beschäftigung mit den Kindern“, erläuterte Blanz. Ohnehin habe er versucht, in dem Neubau das Projekt „Kita plus“ umzusetzen, um dem Personal ein differenziertes Arbeiten zu ermöglichen: „Heute machen ja nicht alle Kinder das Gleiche. Es ist vielmehr so, dass die einen vielleicht spielen, während die anderen zeitgleich Sprachförderung erhalten oder schlafen.“ Blanz schaute auf Nachfrage aus dem Rat auch in die Zukunft: Sollte die Kita infolge des demografischen Wandels irgendwann einmal nicht mehr gebraucht werden, könnten in dem Gebäude – wie bei der „Wichtelburg“ – ohne großen Aufwand altersgerechte barrierefreie Wohnungen untergebracht werden, erläuterte der Architekt. „Aber ich denke, die Kita wird so schön, dass man sie nicht wird missen wollen.“ (oef)

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