Kreis Kaiserslautern Und ewig lockt der frohe Trubel

Fast schon ein wenig Weihnachtsmarkt-Atmosphäre gab es am Stand des Ski- und Snowboard Clubs Landstuhl Sickingen beim Stadtfest
Fast schon ein wenig Weihnachtsmarkt-Atmosphäre gab es am Stand des Ski- und Snowboard Clubs Landstuhl Sickingen beim Stadtfest am Wochenende.

Wer einen Regenschirm dabei hatte, war gut bedient. Immer wieder öffnete der Himmel über Landstuhl am Samstagabend seine Schleusen. Die Besucher des Stadtfestes schien das nicht zu stören. Sie bummelten durch die Straßen, ließen sich Speisen und Getränke schmecken und feierten bei einem hochkarätigen Musikprogramm.

Die Autoschau auf dem Neuen Markt hat noch ihr Publikum, obwohl die Verkäufer wohl schon daheim sind. Das Gebimmel des Feuerwehrautos vom Karussell dringt herüber. Auf dem Lothar-Sander-Platz setzt der Kinderflieger zur nächsten Runde an. Die ersten leckeren Düfte steigen in die Nase. Saarländisches, Mexikanisches, Burger, Donuts, Gegrilltes, Crêpes und Waffeln – das ist längst nicht alles, was an Schlemmereien entlang der Festmeile geboten wird. Familien mit Kinderwagen, Paare und Gruppen jeden Alters sind unterwegs. In der halbseitig gesperrten Kaiserstraße in Richtung Bahnhof wird Entenangeln angeboten, weiter oberhalb legt ein DJ auf. Die Menschen ziehen in Richtung Bühne. Dort hat sich eine Menschentraube gebildet. Die Band „Sidewalk“ lässt es mit ihren Coverversionen gehörig krachen. Drums und Bässe bringen das Zwerchfell zum Beben. Es dauert nicht lange, bis ihre powergeladene Show die ersten Zuhörer zum Wippen und Mitsingen bringt. Am Alten Markt werden die Besucher von einem Süßwarenstand empfangen. „Ich hab richtig Lust auf Zuckerwatte“, lässt sich ein Jugendlicher locken. Kerzen, Seifen, Handarbeiten werden angeboten; auch der Lions Club ist wieder mit seinem Bücherflohmarkt präsent. Am Stand gegenüber nimmt Marliese Altherr die Auslagen in Augenschein. „Das sind aber schöne Sachen, gell?“, meint sie zu ihrem Mann Günther. Sie kann nicht widerstehen und lässt sich einen Schutzengel einpacken. Das Paar aus Weselberg hat seine Runde schon hinter sich. „Wir kommen jedes Jahr, auch auf den Andreasmarkt“, erzählt es und will sich jetzt auf den Heimweg machen. Doch daraus wird erst mal nicht, denn prompt kommt wieder ein Schutt von oben und die beiden verharren unter einem schützenden Dach. Wenig später schiebt Hans-Peter Molitor seinen Regenschirm zusammen. Das Stadtfest und die Stimmung gefallen ihm sehr gut. „Ich bin froh, dass die Fördergemeinschaft für Landstuhl etwas macht und hoffe, dass sie das auch weiterhin mit Unterstützung der Stadt und Sponsoren schafft“, sagt der VdK-Vorsitzende des Landstuhler Ortsverbands. Er hat ein dickes Lob für die Führungsspitze des Gewerbevereins, Silke Pletsch und Franz Westrich: „Ihre Arbeit ist prima.“ Auch hofft er, dass die Geschäfte, die mit Umsatzeinbußen wegen der Baustellen kämpfen, von dem Einkaufssonntag profitieren. Er selbst ist an allen drei Tagen mit Ehefrau Barbara auf dem Fest. „Wir sind Landstuhler und unterstützen das. Wir essen und trinken hier und wenn uns etwas gefällt, kaufen wir es auch.“ Vor der Bühne am Rathaus haben die „Uptown Shufflers“ ihr Publikum in ihren Bann gezogen. Mit Gläsern in der Hand wippen die Fans zu Blues und Funk. Eine Frau löst sich aus der Menge, beginnt zu tanzen und holt sich einen Mann aus dem Publikum. Der gibt jedoch nach wenigen Takten lachend auf. Diesen Auftritt hat die 35-köpfige Delegation aus Grancey-le-Château-Neuvell aus Burgund verpasst. Sie war am Morgen angereist, wo sie sich mit den Mitgliedern des deutsch-französischen Partnerschaftsvereins aus Niederkirchen zum gemeinsamen Mittagessen und anschließendem Besuch des Stadtfestes verabredet hatten. Aufgetischt wurden Wiener Schnitzel, Rumpsteak und ein Lachsgericht. „Das Essen wurde über alles gelobt“, berichtet Vorsitzender Jürgen Feind. Gefreut haben sich die Gäste aus dem Nachbarland über einen Stand aus Frankreich mit Likören. Den Abend verbringt die Gruppe auf dem Hahnbacherhof bei Schallodenbach, für den Sonntag war eine Stadtführung durch Otterberg vorgesehen, bevor es schon wieder heimwärts ging.

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