Enkenbach-Alsenborn RHEINPFALZ Plus Artikel Schwierige Suche nach passender Drehleiter

Bis das Ersatzfahrzeug da ist, muss die Feuerwehr auf ein geliehenes zurückgreifen. Dafür sind aber täglich 200 Euro zuzüglich M
Bis das Ersatzfahrzeug da ist, muss die Feuerwehr auf ein geliehenes zurückgreifen. Dafür sind aber täglich 200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zu berappen.

Dringend benötigt wird in Enkenbach-Alsenborn eine neue Drehleiter für die örtliche Feuerwehr. Die alte ist defekt, ein derzeit ausgeliehenes Gerät mit 200 Euro täglich sehr teuer. Ein geeignetes Hubrettungsfahrzeug zu bekommen, stellt sich jedoch derzeit als gar nicht so einfach dar.

Eigentlich hatten die Verwaltung und die Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Enkenbach-Alsenborn schon ein Fahrzeug mit Drehleiter im Blick. Dieses wurde jedoch, ehe die Pfälzer zuschlagen konnten, ins Ahrtal verkauft. Momentan gehe viel Ausrüstung in das Gebiet, das im vergangenen Sommer von einem Hochwasser verwüstet worden war, teilte Andreas Alter (SPD), der Bürgermeister der VG, in der jüngsten Ratssitzung mit. „Daher müssen wir weiter Ausschau halten.“ Etwas Passendes zu finden, gestalte sich jedoch recht schwierig, es gebe nur sehr wenige neuwertige Drehleitern auf dem Markt. Genau zwei seien es, die den Anforderungen der Feuerwehr entsprächen, präzisierte Torsten Erlenbach, der Wehrleiter, und betonte: „Wir hoffen, dass wir eine davon bekommen.“

Damit die Chancen dafür steigen, erhöhten die Mitglieder des VG-Rates nun vorsorglich noch einmal die Summe, die für ein Fahrzeug ausgegeben werden darf. Hatten sie im Dezember noch einen Beschluss über 810.000 Euro gefasst, könnten jetzt bis zu 873.000 Euro gezahlt werden. Die VG müsste davon allerdings nur 291.000 Euro aufbringen, der Rest könnte aus Fördertöpfen des Landkreises und des Landes fließen, warf Goswin Förster (FDP) ein. Denn die Enkenbach-Alsenborner Drehleiter wäre die einzige für das gesamte östliche Kreisgebiet. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion habe zumindest bereits ein erstes Signal gesendet, dass bis zu 45 Prozent von dieser Seite bezuschusst werden könnten, gab Alter bekannt.

Lieferung erst in einigen Monaten

Laut Gunter Spohn, dem Leiter der Abteilung Ordnung, Schulen und Sozialarbeit der VG, könne es nun, mit dem Ratsbeschluss in der Hand, direkt mit der Ausschreibung losgehen. Wehrleiter Erlenbach rechnet allerdings auch im günstigsten Fall erst in zwei bis vier Monaten mit einer Lieferung. Zum Vergleich: Müsste ein solches Fahrzeug neu gebaut werden, würde das 14 bis 16 Monate dauern.

Bis das Ersatzfahrzeug da ist, muss die Feuerwehr noch auf das geliehene zurückgreifen, für das die VG täglich 200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zahlt. Das Geld in eine eigene Drehleiter zu investieren, lohne sich also, sagte Erlenbach auf RHEINPFALZ-Nachfrage, auch wenn die Summe nun noch einmal gestiegen sei. Die alte Leiter, die als Teil des Löschzuges bei jedem Einsatz mit rausgefahren sei, habe immerhin 22 Jahre gute Dienste geleistet.

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