Ramstein-Miesenbach
Ralf Hechler will Bürgermeister bleiben
„Ja, selbstverständlich, ich trete nochmal an“, antwortet Ralf Hechler, auf die Frage, ob er das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde (VG) Ramstein-Miesenbach im Sommer verteidigen möchte. 2016 habe er ein tolles Ergebnis bekommen. 65,9 Prozent der Wähler votierten damals für den Christdemokraten, der sich damit bereits im ersten Wahlgang gegen Gabriele Schütz von der FWG und Torsten Töllner von der SPD durchsetzte. Notwendig geworden war die Wahl außer der Reihe, weil Hechlers Amtsvorgänger, Klaus Layes, Ende 2015 überraschend gestorben war.
Überzeugter Ramstein-Miesenbacher
Da dieser nicht nur Bürgermeister der Verbandsgemeinde, sondern auch der Stadt Ramstein-Miesenbach gewesen war, stand damals am gleichen Wahltag dieser Posten ebenfalls zur Disposition. Ohne Gegenkandidat angetreten, erhielt Hechler auch hier die meisten Stimmen, 80,1 Prozent der Wähler wollten ihn als Stadtchef. Drei Jahre später wurde er sogar mit 86,1 Prozent bei der Kommunalwahl in diesem Amt bestätigt.
In der Verwaltungsspitze mitverantwortlich für die Geschicke der VG ist der gebürtige und überzeugte Ramstein-Miesenbacher bereits seit 2010. Damals übernahm er das Amt des Ersten Beigeordneten. Um für diese Tätigkeit noch mehr Zeit und Kraft zu haben, gab er 2014 sein Sportgeschäft auf. Dieses hatte er mit Anfang 20 nach Mittlerer Reife und einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in seiner Heimatstadt eröffnet und 20 Jahre lang geführt.
„Ich habe noch ein paar Sachen vor“
Warum der 51-Jährige, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, nun noch einmal seinen Hut in den Ring werfen will, begründet er so: „Ich habe noch ein paar Sachen vor, die würde ich gerne weiterführen. Und so lange ich das Gefühl habe, dass auch die Leute das mit dem Hechler Ralf machen wollen, bin ich gerne bereit, das nochmal auf acht Jahre zu tun.“ Natürlich müsse er noch von seiner Partei, der CDU, nominiert werden. Da er jedoch von dieser Seite schon von einigen gefragt worden sei, ob er es wieder machen wolle, geht er davon aus, dass dies bei einer Sitzung im Januar oder Februar passieren werde. „Die Zeichen stehen gut“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
FWG und SPD haben laut ihren Fraktionssprechern aus dem Verbandsgemeinderat, Konrad Koch und Hans-Joachim Becker, noch nicht parteiintern darüber beraten, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellen. Die Sozialdemokraten, teilt Becker mit, möchten das in der ersten Januarhälfte ausdiskutieren, bei den Freien Wählern gebe es noch keinen Zeitplan für das weitere Vorgehen, sagt Koch.
Wahltermin bestätigt
Das Datum für die Wahl, Sonntag, 2. Juli, hat der Verbandsgemeinderat Ramstein-Miesenbach bereits festgelegt und dieser Termin wurde mittlerweile auch von der Kommunalaufsicht bestätigt. Eine mögliche Stichwahl würde dann 14 Tage später, also am 16. Juli, stattfinden.