Kreis Kaiserslautern „Quo Vadis“ geht herausgeputzt weiter
Gleich zwei Anlässe zum Feiern gab es am Dienstagnachmittag im Landstuhler Jugendraum „Quo Vadis“. Mit einem Tag der offenen Tür begingen die Veranstalter das 21-jährige Bestehen der Einrichtung. Gleichzeitig wurden die neuen, renovierten Räumlichkeiten präsentiert.
Der Jugendraum soll Jugendlichen „geschützte Räume bieten, wo sie sich vorurteilsfrei angenommen und wertgeschätzt fühlen können“. Dank einer 300-Euro-Spende des Lions-Clubs Landstuhl konnten neue Stühle und eine neue Couch angeschafft werden. Die Baubetreuung Olejniczak verpasste den Räumen einen frischen Anstrich. Sozialarbeiter Marko Cullmann leitet die Einrichtung seit 2012. Er wird dabei von den studentischen Hilfskräften Alisa Jung und Daniel Trautmann unterstützt. Der Jugendraum versteht sich als Treffpunkt für alle jungen Menschen, gleich welcher Herkunft und Religion. Sie sollen sich gegenseitig kennenlernen, Freizeit miteinander verbringen und an Angeboten und Aktivitäten teilnehmen können. Die Möglichkeit zur Beratung und Unterstützung in allen Lebenssituationen sei besonders in der sensiblen Phase des Heranwachsens wichtig. Täglich schauen etwa 30 bis 40 Jugendliche vorbei. Dort können sie Leute treffen, Kicker, Billard und Darts spielen oder im Internet surfen. Die Mitarbeiter bieten auch Unterstützung bei Behördengängen, dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen und bei der Suche nach einer Wohnung an. Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen oder kommunalen Einrichtungen erweitert das Spektrum der Hilfsmöglichkeiten. 2016 wurde ein Förderverein gegründet, um dem Jugendraum bei Veranstaltungen und Investitionen finanziell zur Seite zu stehen. Seit Mitte des Jahres 2016 besuchen vermehrt junge und auch unbegleitete Flüchtlinge den Jugendraum. Sie wollen Anschluss finden und über das Internetcafé mit Menschen in ihrer Heimat kommunizieren. Janine Wagner und Lara Heinen, beide 17 Jahre alt, kommen regelmäßig zum „Quo Vadis“. „Zum Billard- oder Kartenspielen“, denn vor allem bei schlechtem Wetter sei es ein idealer Treffpunkt. „Wir können ja nicht so viele Freunde mit nach Hause bringen“, sagen sie. Ein „fester Stamm“ von sieben bis neun Leuten treffe sich hier fast täglich. Die jungen Menschen sind dankbar für Marko Cullmanns offenes Ohr. Mit dem Sozialarbeiter können sie „über Probleme reden“. Er höre ihnen zu und gebe bei Bedarf Tipps. Besonders das gemeinsame Kochen mache viel Spaß. Der Jugendraum befindet sich in Trägerschaft des protestantischen Dekanats Homburg, der protestantischen Kirchengemeinde Landstuhl-Stadt und des Landesjugendpfarramtes der Evangelischen Kirche der Pfalz. Unterstützt wird das Projekt vom Land Rheinland-Pfalz, dem Landkreis Kaiserslautern und der Stadt Landstuhl. Info —Jugendraum „Quo Vadis“, Am Rathaus 12 , Landstuhl, Telefon 06371/60 016, E-Mail: quo.vadis@evkirchepfalz.de —Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 14 bis 20 Uhr, samstags Aktionen laut Aushang.