Kreis Kaiserslautern „Qualität statt Quantität“ im Tourismus

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Der VG-Rat Landstuhl hat ein „Besucherlenkungskonzept“ einstimmig verabschiedet. Es soll die Kommunen für Touristen attraktiver machen. Außerdem zielt es auf eine „Optimierung der Qualität statt Quantität sowie die Sicherstellung des hohen Niveaus der Wege und eventuell auf eine Zertifizierung“ ab, legte Bürgermeister Peter Degenhardt (CDU) dar.

„Mit der Übertragung des Tourismus von den Ortsgemeinden auf die Verbandsgemeinde wurden bereits im letzten Jahr die Voraussetzungen geschaffen, das bis dahin stark städtetouristisch geprägte Angebot um die natursport-orientierten Themen Mountainbike, Radfahren und Wandern zu erweitern“, hieß es in der Sitzungsvorlage. Das Tourismuskonzept der VG erleichtere „eine Gesamtkonzeption und –koordination bezüglich der Rad- und Wander-Infrastruktur“. Um konkurrenzfähige Angebote offerieren zu können, werde „sich der Qualitätsansatz auf alle Ebenen als durchgängiges Prinzip niederschlagen müssen“, so der Bürgermeister. Es müssten also alle touristischen Ziele und Maßnahmen darauf überprüft werden, ob sie der Qualitätssicherung und -steigerung dienen. Degenhardt stellt „Qualität vor Quantität“. Auch die SPD hält eine Konzentration der Wanderwege für vorteilhaft, so ihr Sprecher Heribert Sachs: „Es nützt nichts, viele Wege zu haben, wenn sie nicht gepflegt sind.“ Auch für Christian Meinlschmidt (CDU) ist es sinnvoll, die Strecken zu bündeln. Arno Eckel von der FWG regte an , sich einen griffigen Namen zu überlegen. Touristik-Sachbearbeiterin Andrea Spannowsky betonte, derlei Überlegungen dienten der Vermarktung. Beschlossen wurde die Teilnahme am Projekt „Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz“. Die Karte kann beantragen, wer über 16 Jahre alt ist und im Schnitt mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich arbeitet, ohne eine pauschale finanzielle Entschädigung zu erhalten. Demnach soll es bei eigenen Veranstaltungen der Stadthalle sowie für den Besuch des Naturerlebnisbads Eintrittspreis-Rabatte für Ehrenamtler geben. Auch die Heimatfreunde Landstuhl hätten sich dazu bereiterklärt. Degenhardt bittet die Vereine ihm entsprechende Personen für eine Verleihung der Ehrenamtskarte vorzuschlagen. Knut Böhlke (SPD) regte an, das Ferienprogramm auch auf die Herbst-, Weihnachts- oder Osterferien auszuweiten. Degenhardt gab zu bedenken, dass es sich hierbei um freiwillige Leistungen handele − „und die Meinung der Kommunalaufsicht dazu ist hinlänglich bekannt“. (wiu)

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