Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Peter Degenhardt (CDU) ist Bürgermeister der künftigen Verbandsgemeinde Landstuhl

Petra Heid gratuliert Peter Degenhardt im Landstuhler Rathaus zum Wahlsieg.  Foto: VIEW
Petra Heid gratuliert Peter Degenhardt im Landstuhler Rathaus zum Wahlsieg.

62,9 Prozent: Peter Degenhardt (CDU) wird als Bürgermeister auch die Geschicke der neuen Verbandsgemeinde Landstuhl leiten. Konkurrentin Petra Heid (SPD) zeigt sich etwas enttäuscht, aber nicht allzu unzufrieden. Das beste Ergebnis hat Degenhardt in Linden eingefahren – mitunter ein Verdienst eines hier keineswegs unbekannten Freundes.

„Danke für den fairen Wahlkampf.“ Dieser Satz geht beiden Kontrahenten beim Aufeinandertreffen im Landstuhler Rathaus, kurz nachdem das Wahlergebnis feststeht, fast im Duett von den Lippen. Im kleinen Sitzungssaal hat Heid mit ihrem Ehemann und einigen Bürgern den Fortgang der Wahl am eigens aufgebauten Bildschirm verfolgt. Unterdessen war Degenhardt am Wahlabend noch ein Stockwerk höher beschäftigt. Spannend wurde es allerdings nie. Als die ersten zehn Stimmbezirke ausgezählt waren, hatte Degenhardt mit mehr als 65 Prozent die Nase schon deutlich vorne. Zwar konnte Heid noch ein paar Prozentpunkte aufholen, doch der Wahlsieg Degenhardts schien zu keinem Zeitpunkt gefährdet. „Ich bin glücklich über dieses sehr gute Ergebnis“, meint der alte und neue Bürgermeister der VG Landstuhl, die am 1. Juli mit der VG Kaiserslautern-Süd fusioniert, Peter Degenhardt. Dass er tatsächlich in allen Ortsgemeinden sowie in der Stadt Landstuhl jeweils die Oberhand behalten hat, sieht er als hervorragende Bestätigung und deutlichen Auftrag. Nun wolle er natürlich sein „Bestes geben, um den Erwartungen gerecht zu werden“. Unter anderem heiße das: Die Ortsgemeinden in Kaiserslautern-Süd noch besser kennen zu lernen und auch die Kontakte zu den dortigen Ortsbürgermeistern zu intensivieren. Dazu wolle er zunächst alle konstituierenden Sitzungen besuchen. „Stelzenberg hat mich überrascht“, gesteht der Wahlsieger. Ein klares Ergebnis zugunsten des Christdemokraten in einer Gemeinde, in der es nicht einmal einen CDU-Ortsverband gibt – das habe er so nicht unbedingt erwartet. Mit gut 80 Prozent hat Degenhardt zudem in Linden sein bestes Ergebnis geholt. Klar möge da vielleicht auch eine Rolle gespielt haben, dass seine Ehefrau aus der in Kaiserslautern-Süd gelegenen Gemeinde stammt. Aber: Sein Freund Uwe Unnold (FWG), der aktuelle Bürgermeister der VG Kaiserslautern-Süd, habe hier kräftig die Werbetrommel für ihn gerührt. „Wir haben gegeben, was wir konnten“, betont Petra Heid. Dass es am Ende nicht gereicht hat, sei allerdings nicht sonderlich überraschend. Mit ihren erreichten 37,1 Prozent müsse sie sich zwar nicht verstecken, aber „etwas mehr wäre schöner gewesen“. In Stelzenberg, Schopp, Trippstadt und Hauptstuhl konnte sich Degenhardt jeweils nur knapp durchsetzen. Jetzt freue sie sich auf eine gute Zusammenarbeit im Verbandsgemeinderat. Sofern sie in diesen einzieht, womit sie rechnet, wolle sie sich natürlich weiter für ihre im Wahlkampf genannten Ziele einsetzen. Dabei gelte es vor allem, eine gute und funktionierende Gemeinschaft in der neuen Verbandsgemeinde zu schaffen. Denn diese habe es in Kaiserslautern-Süd nie gegeben. Die Chance, das zu ändern, müsse nun auf jeden Fall genutzt werden. Während Heid den Wahlabend mit Genossen in einem Lokal in Landstuhl ausklingen lässt, hat Degenhardt noch einen langen Wahlabend im Rathaus vor sich. Die Arbeit als Verwaltungschef geht also direkt nahtlos weiter.

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