Kreis Kaiserslautern Pädagoge mit Musik im Blut

Ferdinand Schaller
Ferdinand Schaller

Die Nähe zu schulischem wie kirchlichem Leben prägte sein Dasein. Die Rede ist von dem ehemaligen Dorfschullehrer und Konrektor sowie jahrzehntelangen Musiker und Chorleiter Ferdinand Schaller. Heute feiert er seinen 95. Geburtstag und erinnert sich im Gespräch mit der RHEINPFALZ an Stationen seines langen Lebens.

Ferdinand Schaller erblickte im südpfälzischen Klingenmünster das Licht der Welt. Er wuchs mit drei Geschwistern auf. Der Vater gehörte der seinerzeit noch weit verbreiteten Zunft der Holzschuhmacher an. Nach dem Besuch der Grundschule im Heimatort und der Wirtschaftsaufbauschule in Landau kam Schaller auf die dortige Oberschule für Jungen. Die Einberufung zur Wehrmacht wenige Tage vor seinem 19. Geburtstag unterbrach das Schülerdasein für mehr als vier Jahre, da er auch in Gefangenschaften geriet. Nach seiner Rückkehr blieb er seinem Berufswunsch Lehrer treu und startete 1948 an der Pädagogischen Akademie Kirchheimbolanden. Ein Jahr später bekam er nach Stationen in Böllenborn und Dörrenbach eine Stelle in Ramberg, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1986 als Konrektor der Schulfusion mit Eußerthal wirkte. Das große Thema in Schallers Leben jedoch ist bis heute die Musik. Bereits ab 1952 engagierte er sich als Chorleiter des Männergesangvereins, des Kirchenchores sowie als Organist an der Pfarrkirche St. Laurentius bis ins Jahr 2002. Zu den Hobbys des sehr belesenen Jubilars gehörte außerdem die Fotografie, ebenso wie das Schreiben an der Dorfchronik. Heute blickt Schaller auf zahlreiche Ehrungen zurück, unter anderem ernannte Ramberg ihn anlässlich seines 90. Geburtstages zum Ehrenbürger. Ein Jahr zuvor verstarb seine Ehefrau. Bis vor einem Jahr versorgte er sich allein, nun lebt er im Enkenbacher Mennonitenheim, weil dort sein Kind und die beiden Enkel leben.

x