Enkenbach-Alsenborn RHEINPFALZ Plus Artikel Open-Air-Kino zieht viele Besucher an

Beliebtes Format: Erst Musik, Essen und Getränke, danach ein Film und alles unter freiem Himmel, das ist das Konzept des Open-Ai
Beliebtes Format: Erst Musik, Essen und Getränke, danach ein Film und alles unter freiem Himmel, das ist das Konzept des Open-Air-Kinos in Enkenbach-Alsenborn. Unser Bild entstand 2021.

Ein lauer Sommerabend in einem idyllischen Innenhof, leckere Verköstigung und Unterhaltung vom Feinsten – Alsenborn bot am Samstag seinen Einheimischen wie auch auswärtigen Besuchern einen Sommernachtstraum.

250 Besucher waren zugelassen, als das Provinz Programmkino Enkenbach am Samstag wieder in die Open-Air-Saison der beliebten Kultursommer-Reihe startete. Bereits kurz nach Einlass in Krämers Hof stellte Nathanael Buch fest: „Ich glaube, heute Abend werden wir ausverkauft sein – der Vorverkauf lief schon super.“ So hatten Kurzentschlossene ohne Online-Reservierung nur dann noch Glück, wenn sie zeitig genug da waren. Wie Petra Elsenbast aus Kaiserslautern, die mit ihrem Partner Bernd Armbrüster spontan vorbeikam: „Wir waren letztes Jahr schon hier. Es ist einfach nur schön. Eine tolle Atmosphäre. Das ganze Drumherum mit Musik, Essen und Trinken ist klasse.“

Für das musikalische Programm war dieses Mal das „Trio Tango Palatino“ zuständig. Die drei Herren aus der Westpfalz, zwei Hobbymusiker und ein pensionierter Berufsmusiker, präsentierten sich in feinstem, schwarz-weißem Zwirn. Klaus Leppla wechselte gekonnt je nach Stück von der Geige zum Saxofon, Wolfgang Graff brillierte am Akkordeon, und Georg Bingert wusste mit seinem Kontrabass zu überzeugen. Gefällige Arrangements wie zum Beispiel „Mister Sandman“ von den Chordettes aus den 1950er Jahren verbreiteten eine Art Leichtigkeit, passend zum Flair des Abends und der Stimmung der Gäste. Die meisten Stücke des einstündigen, unaufdringlichen Konzertes erinnerten an die Kaffeehausmusik aus vergangener Zeit. Gerne ließ sich das Publikum auf diese nostalgische Zeitreise mitnehmen und fühlte sich in ein Salon-Ambiente versetzt.

Ungewöhnliche Leckereien

Die angebotenen Getränke und Leckereien konnten da problemlos mithalten. Zwölf ehrenamtliche Helfer sorgten für das leibliche Wohl der Gäste und dafür, dass alle zügig an den Ständen bedient wurden. Von klassischem Popcorn über Butterbrezeln bis zu Früchtepie und Käsespieße zeigten sich die Veranstalter kulinarisch gut ausgestattet. „Die Lachsbrote sind schon aus“, so Ursula Simgen-Buch. „Aber wir haben noch genügend im Angebot.“

Das nahm auch Claudia Müller-Roth aus Ramsen staunend zur Kenntnis. Dank einer Freundin das erste Mal hier, stand sie begeistert vor Tomatenmuffins und Hefe-Fenchelknoten. „Ich mag es, wenn etwas Besonderes angeboten wird, nicht nur die gewöhnlichen Leckereien“, meinte sie. In der Pause zwischen Musik und Kinofilm war Zeit, um sich angeregt miteinander zu unterhalten. Die Einheimischen Martin Diehl und Ehefrau Hella zählen zu den Stammgästen des Kultursommers und wissen das Angebot und Engagement der Familie Buch zu schätzen. „Das ist hier ein herrliches Ambiente, und sie lassen sich immer etwas einfallen“, bestätigten beide.

Lachen mit Monsieur Claude

Als dann um 22 Uhr bei einsetzender Dunkelheit die Filmpräsentation losging, zeigte sich der Charme der Örtlichkeit umso mehr. Scheinwerfer mit grünem und pinkfarbenem Licht strahlten das alte Gemäuer und den imposanten alten Walnussbaum an. Die französische Komödie „Monsieur Claude und sein großes Fest“ war dann der krönende Abschluss. Mit seiner „buckligen Verwandtschaft“ aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen konfrontiert, zückt der Monsieur alle Vorurteilsregister. So herzerfrischend und brillant von Claude-Darsteller Christian Clavier dargeboten, dass das Publikum von Beginn an wie gefesselt an seinen Lippen hing und ein Lacher dem anderen folgte. Am 16. Juli wird der nächste Open-Air-Filmgenuss in Krämers Hof präsentiert.

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