Kreis Kaiserslautern „Nicht nur Zeit gegen Geld tauschen“

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Sechs- bis zehnmal im Jahr unterstützt oder plant Frank Kiefer aus Lambsborn Veranstaltungen, meist in und um Idar-Oberstein. Dazu hat er vor sechs Jahren eigens eine Firma gegründet.

Kiefer ist nur nebenberuflich Eventmanager. Dennoch unterstützt er zum Teil sogar große Veranstaltungen. „Ich bin nicht so der Fernsehgucker“, sagt der Ex-Fußballer über sich. Stattdessen sitzt er lieber mit seinem Laptop im Wohnzimmer, schreibt Angebote und beantwortet E-Mails. Dabei sollte der Vater eines einjährigen Kindes schon ohne sein aufwendiges Hobby genug zu tun haben. Hauptberuflich arbeitet der 36-jährige Maschinenbautechniker bei der Firma Ina-Schaeffler als Projektleiter in der Fertigungsoptimierung. Wie wird man dann noch Eventplaner? „Vor sechs Jahren habe ich mit meinem Schwager eine Après-Ski-Party in einer Turnhalle in Idar-Oberstein gemacht. Der hat eine eigene Eventfirma. So bin ich auf den Geschmack gekommen“, berichtet der Lambsborner. Kiefer hatte damals drei Jahre in Idar-Oberstein Fußball gespielt und dort seine Frau kennengelernt. Deren Schwester ist mit dem erwähnten Veranstalter verheiratet. Als Fußballer ist Kiefer ein wenig herumgekommen. So war er auch für Borussia Neunkirchen und in Bad Kreuznach am Ball. Dabei entstanden Kontakte, die ihm heute die Aufträge bescheren. Nach dem Erstversuch folgten weitere Veranstaltungen, etwa eine DJ-Nacht in diversen Kneipen in Bexbach. Zum Teil führt Kiefer seine Veranstaltungen immer noch in Kooperation mit dem Schwager durch. Die größte Veranstaltung, die das Duo stemmt, ist das Spießbratenfest in Idar-Oberstein. „Das ist das größte Volksfest an der Oberen Nahe. Die Firma meines Schwagers ist Veranstalter. Mit meiner Firma Eventdeals mache ich die Gastronomie. Ich betreibe den Ausschank, habe mehrere Bierstände und das große Festzelt.“ Mit seiner für die Nebentätigkeit gegründeten Firma begleitet Kiefer etwa sechs bis zehn Veranstaltungen jährlich. „In meinem Hauptberuf bin ich Angestellter. Das weiß ich zu schätzen. Für meine Arbeit bekomme ich meinen Lohn. Da ist Sicherheit dabei. Ich suche einen Ausgleich. Für einen Anderen ist das die Modelleisenbahn“, erzählt er. „Mein Hobby ist, dass ich noch ein wenig Geld dazuverdienen wollte. Ich hätte irgendwo in der Gastronomie bedienen gehen können. Aber wenn ich was mache, dann habe ich den Ehrgeiz, etwas selbst zu machen. Ich kann dann über meine Arbeit sagen, dass ich das Pflänzchen selbst in die Erde gedrückt habe. Ich versuche zu wachsen. Ich will knallhart für meine Leistung gemessen werden. Nicht nur Zeit gegen Geld tauschen.“ In unserer Region tut Kiefer das bisher selten. „Ich war mit meinem Biergarten beim Jägersburger Strandfest, während der Fußballweltmeisterschaft auf dem Zweibrücker Herzogplatz und 2016 beim Scheierfescht der Landjugend. Das war’s.“ Den Biergarten, der beim Scheunenfest zu sehen war, hat Kiefer selbst gebaut. „Mein Opa war ganz früher Schreiner und in seinem Hauptberuf Fensterbauer. Er hat dementsprechend noch eine kleine Schreinerei und mehrere Holzbearbeitungsmaschinen. Ich arbeite gerne mit Holz.“ Schläft Kiefer bei so viel Beschäftigung denn überhaupt noch? „Schon. Ich brauche meine sieben bis acht Stunden täglich. Aber ich bin halt keiner, der mittags heimkommt und dann die ganzen Serien durchguckt. Das interessiert mich nicht. Dafür habe ich meine Projekte.“ |thof

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