Ramstein-Miesenbach Neue Urnenkirche geweiht – Platz für 660 Urnen
Zur Eröffnungsfeier mit Schlüsselübergabe und Übergabe des Nutzungsrechtes konnte Maria Heinrich zahlreiche Gäste begrüßen. Werner Heinrich erinnerte in seiner Ansprache an die alte Ramsteiner Kirche, die 1215 erstmals urkundlich erwähnt wurde und auf deren Fundamenten das neue Gebäude ruhe. „Der jetzige Neubau der Urnenkirche als Kolumbarium ist der früheren Kirche nachempfunden und ich bin mir sicher, die alten Ramsteiner würden ihre Kirche wiedererkennen, wenn sie heute wiederkämen“, so Heinrich.
Gemeinnützige Stiftung als Träger
Bürgermeister Ralf Hechler zeigte sich überzeigt, dass von der Urnenkirche, die von einer Stiftung getragen und unterhalten wird, noch „viel Segen für die Stadt“ ausgehen werde. Die Überschüsse, die aus dem Verkauf der Urnenplätze erwirtschaftet werden, sollen unter anderem gemeinnützigen Einrichtungen von Stadt und Verbandsgemeinde, wie zum Beispiel der Bürgerstiftung „Bündnis für Familien“, zugutekommen, die auch Trägerin des Mehrgenerationenhauses ist. „Es ist bemerkenswert, dass in einer Zeit, in der die Kirchen viele Einrichtungen aufgeben, eine neue Kirche erbaut wird“, sagte Hechler und erinnerte an die Wirren der Geschichte: Im September 1724 sei die alte Kirche nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges wieder aufgebaut und geweiht worden. „Heute, 300 Jahre später, ist sie wieder neu erstanden.“
Die Segnung des Kolumbariums übernahmen Pfarrer Bernhard Schäfer für die evangelische und Pfarrer Bernhard Spieß für die katholische Kirche. Musikalisch mitgestaltet wurde die Eröffnungsfeier vom katholischen Kirchenchor Ramstein unter der Leitung von Carmen Backes.