Kreis Kaiserslautern Narrenschiff Marke Eigenbau

Auf fliegenden Teppichen schwebten die Fußballer von Linden über die Straßen der Gemeinde.
Auf fliegenden Teppichen schwebten die Fußballer von Linden über die Straßen der Gemeinde.

Weder Eiseskälte noch Schneeregen hielten gestern Nachmittag die Narhalla davon ab, einen Blick auf die bunten Fastnachtsumzüge in Linden und Trippstadt zu werfen.

Seit nunmehr 26 Jahren findet im Neuhöfer Tal jeweils am Sonntag vor Fastnacht ein Karnevalsumzug statt. Ins Leben gerufen wurde diese lange Tradition von einem Ehepaar aus Köln, das während der Karnevalszeit in Neuhofen seinen Urlaub verbrachte und den rheinischen Frohsinn vermisste. Gestern waren trotz des schlechten Wetters wieder viele fastnachtlich eingestimmte Besucher gekommen, um sich die bunte Parade anzusehen. Mit von der närrischen Partie waren in diesem Jahr das „Düsseldorfer Prinzenpaar“ Manuela und Bert − beide eingefleischte Camper in der Westpfalz − sowie die „Trippstadter Holländer“. Die Urlaubsgäste aus den Niederlanden hatten ihren Umzugswagen passenderweise mit Käse beladen. Ein echter Hingucker war natürlich das Piratenschiff, das von Campern und Einheimischen gemeinsam gebaut worden war. Wie man allseits versicherte, ist es sogarseetüchtig– aber vielleicht nur auf den närrischen Wellen der Fastnacht. Einige tausend Karnevalsbegeisterte säumten auch wieder die Ortsstraßen von Linden, um sich den Umzug anzusehen. Zum 76. Mal hatte die Gemeinde zu der beliebten Parade eingeladen. In farbenfrohen Kostümen zogen die Narren durch den Ort und ließen sich auch durch die kalte Witterung und den zeitweise einsetzten Schneeregen ihre gute Laune nicht verderben. Eröffnet wurde der närrische Umzug von Schülern der Grundschule. Alle als Zwerge verkleidet, zeigten sie mit ihren Eltern ihre Freude darüber, dass die Schule in Linden fortbestehen kann: „Alle rufen laut Hurra,/ die Zwergenschule, die bleibt da.“ Rund 20 Zugnummern, darunter zahlreiche private Gruppen, zählte der fröhliche Lindwurm, der sich durch die „Linnemer“ Straßen schlängelte.

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