Kaiserslautern
Nach dem wechselhaften Mai wird es zumindest am Wochenende wärmer und sonniger
Nach recht wechselhaftem Wetter im Mai winkt nun die Sonne. Bereits am Wochenende sowie Anfang nächster Woche werden die Temperaturen nach einer längeren Pause in der Westpfalz spürbar steigen. Wie beständig diese sommerliche Witterungsperiode sein wird, ist nicht mit Sicherheit zu sagen.
Viele Gartenbesitzer waren froh, dass sie dieses Jahr verschont geblieben sind. Frost gab es lediglich am 12. Mai auf dem Donnersberg und der Kalmit in höheren Gipfellagen. Einen Geschmack von Frühsommer gab es zum Monatsende. Bedingt durch sehr stabilen Hochdruckeinfluss stieg die Temperatur erstmals in diesem Jahr auf ein für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohes Niveau oberhalb der 30-Grad-Marke. Die Monatshöchsttemperatur wurde dabei am 26. Mai mit bis zu 32,4 Grad in Kaiserslautern gemessen. Selbst an der Wetterstation auf dem Kalmit-Gipfel in 674 Metern Höhe wurden zeitgleich sehr warme 27,7 Grad registriert.
Der Mai ist etwas zu warm ausgefallen
Der zurückliegende Mai ist mit einer Durchschnittstemperatur von 15,5 Grad (Kaiserslautern) sowie 15,3 Grad in Pirmasens und 14,6 Grad in der Nordpfalz (Ruppertsecken) überall in der Westpfalz im Vergleich zum 30-jährigen Klima-Mittel (von 1991 bis 2020) um rund zwei Grad zu warm ausgefallen.
Die Niederschlagsbilanz fiel im Mai in der Westpfalz unterschiedlich aus. Am wenigsten Niederschlag fiel in Weilerbach mit 36 Litern pro Quadratmeter. Mit 95 Litern Niederschlagssumme war es hingegen in Pirmasens und mit 70 Litern pro Quadratmeter in Schweix in der Südwestpfalz deutlich nasser.
Mit 246 Sonnenscheinstunden (gemessen in Kaiserslautern) ist der Mai überdurchschnittlich sonnenscheinreich ausgefallen – 130 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel.
Jetzt auf das Wetter achten
Wer wissen möchte, wie der Sommer in diesem Jahr wird, muss den allgemeinen Witterungsverlauf im gesamten Zeitraum zwischen Ende Juni und etwa 10. Juli betrachten. Aus klimatologischen Statistik-Auswertungen vergangener Jahrzehnte weiß man, dass sich häufig um diese Zeit eine Großwetterlage etabliert, die den weiteren Witterungsverlauf über Mitteleuropa maßgebend beeinflusst. Diese Wetterlage hat oft länger Bestand. Bis etwa Mitte August könnte sie die Witterung in Mitteleuropa vorwiegend bestimmen.
Entscheidend ist dabei die Zugbahn der Tiefdruckgebiete. Verläuft sie weiter im Norden – zum Beispiel über Island oder dem nördlichen Skandinavien –, stellt sich über dem zentralen Mitteleuropa häufig stabiles und sonniges Hochdruckwetter ein. Tummeln sich die Tiefs jedoch weiter nach Süden hin, verläuft der Sommer meist wechselhaft und durchwachsen.
Am Wochenende wird es wieder wärmer
Die Zugbahn der Tiefdruckgebiete wird wiederum vom sogenannten Jet Stream gesteuert, eine Art Starkwindband, welches in etwa zehn bis zwölf Kilometern Höhe rund um die Erde verläuft. Dessen Ausrichtung entscheidet über die großräumige Verteilung von Tiefs und Hochs und beeinflusst somit, ob wir es in der Pfalz eher mit einem trocken-heißen Sommer wie in den Jahren 2003, 2015 und 2018 zu tun haben, oder ob der Sommer eher feucht und wechselhaft verläuft wie in den Jahren 1978, 1987 und 1995.
Ein Blick auf die kommenden Tage: Nachdem für Mittwoch, bedingt durch häufige Regenschauer, der nasseste und zugleich kühlste Tag der gesamten Woche erwartet wird, prognostizieren die Wetterfrösche von „Klima-Palatina“ zum Wochenende steigende Temperaturen und Sonnenschein. Donnerstag und Freitag bieten zunächst jedoch Schauerwetter. Am Samstag und am Sonntag sollte sich die Temperatur rund um die 25-Grad-Marke einpendeln.
Klima im Wandel
Mai 2026: durchschnittlich 15,5 Grad, 42 Liter/qm, 246 Sonnenscheinstunden
Mai 2025: durchschnittlich 14,4 Grad, 47 Liter/qm, 275 Sonnenscheinstunden
Mai 2001: durchschnittlich 15,1 Grad, 21 Liter/qm, 260 Sonnenscheinstunden