Kreis Kaiserslautern „Mobs“ macht mobil

Im kommenden Jahr soll ein Bürgerbus für Steinwenden eingerichtet werden. Das Angebot richtet sich vor allem an ältere Menschen. Die können einfach anrufen und sich beispielsweise zum Einkaufen fahren lassen – kostenlos. Das besondere am „Mobs“ genannten Kleinbus: Er fährt mit Strom.
„Mobs“ soll der Bürgerbus heißen – eben kurz für„Mobiles Steinwenden“. Ein Kleinbus mit fünf Sitzen und großem Heckraum – in den auch Rollatoren oder Rollstühle gut hinein passen – soll künftig die Steinwendener bei Bedarf von A nach B bringen. Das Besondere an dem Kleinen: Er fährt elektrisch. „Das wird dann der erste Bürgerbus mit Elektro-Antrieb im kompletten VRN-Gebiet“, sagt der Initiator der „Mobs“-Idee, Stefan Schirra. Erst wenn die Finanzierung des Projektes stehe, werde auch der dazugehörige Trägerverein gegründet. „MOBS e.V.“ soll der dann heißen. 40.000 Euro, soviel Anschubfinanzierung braucht der Bürgerbus. Von der Kreisverwaltung gibt’s 5000 Euro. Genauso viel steuert die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach bei. Die Ortsgemeinde Steinwenden schießt nochmal 5000 Euro zu. Das rheinland-pfälzische Innenministerium unterstützt „Mobs“ mit 8500 Euro. Fehlen also noch 16.500 Euro. Um die noch rein zu bekommen, laufen Anfragen an das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium, an die Zukunftsregion Westpfalz und an die Kreissparkasse Kaiserslautern. Schirra schätzt, dass die Finanzierung bis Oktober vollständig steht. Auch an die laufenden Kosten für den Bürgerbus ist gedacht. Werbepartner lautet hier das Stichwort. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende August zehn Exklusivpartner haben“, sagt Schirra. Die zahlen jeweils 500 Euro pro Jahr, damit „Mobs“ für sie wirbt – im Internet, am Wagen und so weiter. Sechs Exklusivpartner hat Schirra bereits aufgetan. Mit den anvisierten zehn Exklusivpartnern wären die jährlichen „Mobs“-Betriebskosten wohl gedeckt. Schirra rechnet hier mit 5000 Euro. Für 200 Euro jährlich gibt es auch eine abgespeckte Werbepartner-Variante. „Wir planen das Ganze als Rufbürgerbus“, erläutert Schirra. Bisher sei vorgesehen, dass der Transportservice dienstags, donnerstags und samstags zur Verfügung steht. Die Route reicht von Obermohr über Steinwenden und Weltersbach bis nach Ramstein. Fünf Fahrten je Richtung sind an den Einsatztagen geplant. Einen festen Fahrplan gibt es nicht. Vielmehr richtet sich „Mobs“ nach dem Bedarf. Wer eine Fahrgelegenheit benötigt, solle einfach frühzeitig anrufen und Bescheid geben, wann er wohin muss. Ein passender Termin werde sich dann schnell finden. Die Suche nach einer geeigneten Telefonnummer für „Mobs“ ist allerdings noch in vollem Gange. „Ich bin verzweifelt auf der Suche nach einer einfachen Rufnummer“, schildert Schirra das Problem. Denn eine einfache Telefonnummer habe ihm noch niemand anbieten können. Drei, vier Ziffern sollten es am besten sein. Eben so, dass sich jeder die „Mobs“-Nummer schnell merken kann. Beim Steinwendener Bürgerbus wird auf ehrenamtliche Fahrer gesetzt. „Ziel ist auch, dass die Fahrer den Leuten beispielsweise beim Einkaufen helfen“, betont Schirra, dass der Bürgerbus mehr sein soll, als ein Transportangebot. Um „Mobs“ wie geplant laufen lassen zu können, werden laut Schirra noch ein paar Fahrer gebraucht. Da die ja mit dem Elektro-Bürgerbus einen ganz normalen Pkw fahren, müssten die Ehrenamtler auch keinen großen Aufwand betreiben, um ihre Mitmenschen befördern zu dürfen. Lediglich ein, zwei kleine Tests stünden an. Und die seien recht einfach zu bestehen. (bby) Info Weitere Informationen zu „Mobs“ gibt es im Internet auf der Homepage www.steinwenden.de. Potenzielle Fahrer und Werbepartner können sich per E-Mail an mobs@steinwenden.de beim „Mobs“-Team melden.