Kreis Kaiserslautern Mit 66 Jahren fängt’s erst richtig an

Placeholder-Image

Der Karnevalverein „Bruchkatze“ Ramstein feierte am Freitagabend im Haus des Bürgers sein 66. Jubiläum. Dabei wechselten sich Glückwünsche und Programmbeiträge harmonisch ab. Die Gratulanten stellten besonders die hervorragende Jugendarbeit in den Vordergrund.

66 Jahre Karnevalverein „Bruchkatze“ Ramstein bedeute auch 44 Jahre KVR-Senat, betonte Stadtbürgermeister Ralf Hechler (CDU), der die Schirmherrschaft der Jubiläumsveranstaltung übernommen hatte. Das Geschenk von 111 Euro komme von Herzen und sei Ausdruck der Anerkennung. „Ihr seid einer der Traditionsvereine in der Westpfalz“, lobte Bezirksvorsitzender Peter Schwiewager (Kaiserslautern) vom Bezirk „Westrich“ in der Vereinigung Badisch-pfälzischer Karnevalvereine im Bund Deutscher Karneval (BDK). Die Straußjugend stellte die Vereinsgründung, die mit der Idee zum Fastnachtsumzug ihren Anfang nahm, gekonnt nach. Ein Ständchen zum Geburtstag brachten die „Hofkater“ unter der Leitung von Freddy Schuh und Michael Mück. Gott Bacchus (Stefan Layes) und Gott Jokus (Andreas Franz) plauderten in einer Epoche, als es noch keine Narrenkappen gab. Beim Blick in die Zukunft prophezeiten sie, dass im Jahr 2017 ein Karnevalverein mit dem Beinamen „Bruchkatze“ in Ramstein sein 66. Jubiläum feiern werde. Besonders die Jugendarbeit des Karnevalvereins, der aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken sei, wurde immer wieder gelobt. Vertreter von rund zwei Dutzend befreundeter Karnevalvereinen aus dem Westrich, die nicht nur das Wirken, sondern auch die Kameradschaft würdigten, stimmten in die Lobeshymnen mit ein. Den Auftakt zum närrischen Teil des Abends machte der Fanfarenzug Bann. Mit humorvollen Versen führte die Ramsteiner Straußjugend meist auf Leitern sitzend durch das Programm. Königlichen Glanz in die Bude brachten die Prinzessinnen und Prinzenpaare, die zahlreich zum Jubiläumsabend erschienen waren. Mit roten Nasen stiegen Ralf Hechler und Thomas Layes in jeweils eine echte Wasch-Bütt, um das fastnachtliche Geschehen zu glossieren. Ihre Erzählungen von rassigen Tänzerinnen und dem dickbäuchigen Männerballett zeugten von der bunten Narrenmischung in Ramstein. Der Fastnachtsumzug behindere den Verkehrsfluss und verschmutze die Straßen, lautete die Klage der Straußjugend vorm Fastnachtsgericht. Vor dem musste sich Präsident Jürgen Lesmeister verantworten. „Hofnarr“ Andreas Franz stand ihm als Anwalt zur Seite. Am Ende kam Lesmeister noch einmal mit einem blauen Auge davon. Der Karnevalverein muss die Spesen tragen und das Gericht verköstigen. Für Wirbel sorgten die „Grün-Weißen Funken“ unter der Leitung von Julia Romahn mit ihrem Gardetanz. Einmal mehr wirbelte Tanzmariechen Alysha Faff mit voller Begeisterung über die Bühne. Die Bruchkätzchen, Juniorengarde und „Grün-Weißen-Funken“ begaben sich auf eine tänzerische Zeitreise, bei der letztlich rund 60 Tänzerinnen eine Formation bildeten. Eine ausgereifte tänzerische Leistung vollbrachte auch die Senatsgarde des Jubiläumsvereins, betreut von Mandy Faff und Tanja Martin. Der aus der Südpfalz stammende Markus Becker, bekannt durch seinen roten Cowboyhut, ließ zum Abschluss das rote Pferd durch den Saal reiten. |llw

x