Kreis Kaiserslautern Matthias Schwarz bleibt Dekan

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Heiß ging es am Samstagvormittag nur außerhalb der protestantischen Christuskirche in Otterbach zu. Drinnen herrschte Einigkeit bezüglich der Dekanatswahl. Matthias Schwarz hatte sich nach zehnjähriger Amtszeit als einziger Kandidat erneut für dieses Amt innerhalb des Kirchenbezirks Otterbach beworben und wurde einstimmig gewählt.

„Ich bin überwältigt. Das stärkt unsere Position und gibt uns Rückenwind für die Fusionsverhandlungen“, sagte Schwarz angesichts der Tatsache, dass er alle Stimmen für sich gewinnen konnte. Er selbst hatte vor dem Urnengang bekanntgegeben, dass er keinen Wahlzettel ausfüllen wird. Anwesend waren insgesamt 36 stimmberechtigte Vertreter des Synodalausschusses, des Bezirkskirchenrates und der Presbyter. Jedes dieser Gremien hatte ihm vor dem Urnengang einstimmig sein Vertrauen ausgesprochen. Der gebürtige Speyerer beginnt nun seine zweite, zehn Jahre währende Amtsperiode. Der 49-Jährige wurde bereits 2004 zum Dekan des Kirchenbezirks Otterbach gewählt. Von 1994 bis 2004 hatte er eine Pfarrstelle in Jettenbach inne. Schwarz ist verheiratet und Vater von drei Kindern Nach einer Andacht von Oberkirchenrat Gottfried Müller hatte Schwarz die Gelegenheit für einen Rück- und Ausblick. Als Schlaglicht verwies er auf die Entwicklung in der Evangelischen Kirche der Pfalz, die angesichts von Pfarrstellen, die nicht mehr besetzt werden, mit mehr Verantwortung für den Einzelnen einhergeht. Besondere Bedeutung habe die Kinder- und Jugendarbeit gehabt. Eine Herausforderung sieht der Dekan mit der demografischen Entwicklung auf die Kirche zukommen: weniger Einnahmen, weniger Gemeindeglieder und abnehmende Pfarrstellen seien zu erwarten. „Eine Strukturreform ist erforderlich, um zukunftsfähig zu bleiben“, betonte Schwarz, der sich auch über Lösungen Gedanken gemacht hat: Ein Denken in größeren Bezirken, ein Verteilen von Aufgaben auf viele Schultern oder auch das Setzen von Schwerpunkten in einzelnen Gemeinden könnten zu Synergieeffekten führen. Zudem kündigte er an, dass er die Öffentlichkeitsarbeit mit der Nutzung der neuen Medien forcieren und sich für den Erhalt der Kirchenmusik stark machen werde. Bei der Fusion der Dekanate Lauterecken, Otterbach, Rockenhausen und Winnweiler will er sich dafür einsetzen, dass Otterbach Sitz des Kirchenbezirks wird. „Es wäre nur schwer zu verstehen, wenn der Mehrheitswille außer Acht gelassen wird.“ Eine Alternative sei es, sich den Sitz mit Lauterecken zu teilen. Die Reform bedeute jedoch, „nicht nur strukturell, sondern auch innerlich zusammenzukommen und eine gemeinsame Identität und ein Wir-Gefühl zu entwickeln“. (lmo)

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