Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Marcus Klein sagt – auf dem Sprung in die Landespolitik – in der Heimat Adieu

Tschüss alte Heimat: Marcus Klein nimmt in Ramstein-Miesenbach seinen Hut. In Mainz leitet er ab sofort die Staatskanzlei und ag
Tschüss alte Heimat: Marcus Klein nimmt in Ramstein-Miesenbach seinen Hut. In Mainz leitet er ab sofort die Staatskanzlei und agiert als Minister.

Marcus Klein, der neue Chef der Staatskanzlei in Mainz und frisch gekürter Landesminister, kam noch einmal nach Ramstein, um Abschied zu nehmen.

Zehn Jahre lang war Marcus Klein (CDU) Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde (VG) Ramstein-Miesenbach. Jetzt muss er das Amt aufgeben, weil er als Teil der Regierungsmannschaft um den neuen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder in Mainz größere politische Verantwortung übernimmt. Als Chef der Staatskanzlei und Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien ist es rechtlich – und zeitlich – nicht mehr möglich, sich auch noch um Verwaltungsaufgaben im Ramsteiner Rathaus zu kümmern.

„Die Rückgabe fällt mir schwer“, bekannte er aber in der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates Ramstein-Miesenbach, an der er Ende Mai noch einmal teilnahm. Hauptsächlich war er gekommen, um sich persönlich von den Weggefährten der letzten Jahre zu verabschieden. Ein Lob hatte er auch noch im Gepäck: Er kenne kein Gremium – und er habe schon in vielen gesessen –, in dem so gut und konstruktiv zusammengearbeitet werde, wie im VG-Rat von Ramstein-Miesenbach. Viele interessante Projekte hätten sie so alle gemeinsam auf den Weg gebracht. Auch in der Verwaltung habe ein kollegialer und wertschätzender Umgangston geherrscht. „Danke an Sie alle!“, sagte er daher in die Runde. Von den Ratsmitgliedern und insbesondere von seinem langjährigen Wegbegleiter, dem Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, Ralf Hechler, bekam er ein dickes Dankeschön zurück. „Es waren gute zehn Jahre“, fand dieser.

Viele Gratulanten

Zu Beginn der Sitzung kam Klein aus dem Händeschütteln kaum heraus, weil viele ihm noch einmal von Angesicht zu Angesicht zu den neuen Ämtern, in die er berufen wurde, gratulieren wollten. Stressig sei es momentan durchaus, gab er zu. Noch müsse er sich erst einfinden in Mainz, nicht alles funktioniere schon reibungslos, der Drucker zum Beispiel sei in den ersten Tagen nicht gegangen. Aber er wirkte auch zufrieden, nun in der Landeshauptstadt in verantwortlicher Position mitwirken zu können. Und ganz neu ist das Mainzer Leben für den Steinwendener ja auch nicht, saß er doch immerhin schon seit 2019 als Abgeordneter für die Christdemokraten im Landtag, war stellvertretender Fraktionsvorsitzender und zuletzt Parlamentarischer Geschäftsführer.

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