Kreis Kaiserslautern Lockmittel Quietscheentchen

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Der Himmel ist bedeckt, aber mit der Überdachung des Laufstegs wurde an alle Eventualitäten gedacht. Kurz vor 15 Uhr strömen die Menschen am Samstag auf den Lothar-Sander-Platz vor der Landstuhler Stadthalle. Als erster Höhepunkt der Sickingenmesse ist eine Moden- und Frisurenschau angekündigt.

„Ich sehe, der Platz ist voll. Schön“, begrüßt Markus Göttel am Mikrofon die Anwesenden. Die Schau hat die Hoffnungen der Macher erfüllt, sie ist zu einem Zuschauermagneten geworden. Neun Landstuhler Firmen – von Boutique, Schuhgeschäft, Sporthaus und Juwelier bis zu Lederwaren, Friseuren und Kosmetikinstitut – präsentieren, was im Frühjahr und Sommer im Trend liegt. Dazu lassen sie sechs weibliche und zwei männliche Models über den Laufsteg schreiten. Auch zwei Jungen mischen mit, die Namensschilder der beteiligten Geschäfte und später sportive Mode und Schuhe für Kids zeigen. Kaum betreten die ersten Models die Bühne, kleben die Blicke der Zuschauer an ihnen. Drei Damen im Publikum stecken die Köpfe zusammen. „Die Schuhe sind aber schön“, lautet eines der Urteile. Fotoapparate und Handys klicken. Für die bessere Optik werden Schmuckkollektionen auf komplett schwarzer Bekleidung gezeigt und Schuhe auf Brettern oder Tabletts befestigt über den Catwalk getragen. Nach besonders gelungenen Auftritten und am Ende der 45-minütigen Schau werden die Macher mit kräftigem Applaus belohnt. Rund 75 Aussteller aus Handel, Gewerbe und Handwerk stellen sich in der Stadthalle und drumherum vor. Das Bild ist bunt. An einem Stand können sich Besucher einem kostenlosen Hörtest unterziehen, an anderen sind Informationen über Hilfsmittel oder Gelenkprothesen zu haben. „Wollen Sie ein Quietscheentchen?“, bietet die Dame vom Naturerlebnisbad das gelbe Gummitier einer Besucherin an. „Wir freuen uns, wenn Sie kommen.“ Gerne werden auch die jungen Pflänzchen der Stadtgärtnerei eingepackt, die an einem Umtopftisch ausgegeben werden. „Darf ich Ihnen eine Rose schenken?“ Mit diesen Worten empfängt Sigrid Gamber die Passanten in der Stadthalle. Die Inhaberin eines Landstuhler Massageinstituts überreicht die Blume mitsamt Visitenkarte, Flyer und Gutschein. Wer will, darf sich mit einem angewärmten Kräuterstempel einen Vorgeschmack auf eine Behandlung holen. „Als Mitglied der Fördergemeinschaft bin ich daran interessiert, dass Landstuhl pulsiert und dass sich etwas tut“, begründet sie ihre Teilnahme an der Messe. Ebenso Matthias Schneider von der gleichnamigen Zimmerei und Dachdeckerei, der auf dem Neuen Markt seinen Stand hat. „Als Landstuhler Firma muss man dabei sein“, findet er. Seit Jahren präsentiert er sich auf der Sickingenmesse, im vergangenen Jahr erstmals auch auf der Westricher Leistungsschau in Ramstein. Er zeigt Dacheindeckungen, Fenster und Möglichkeiten zur Wärmedämmung. „Energieeinsparung ist das Hauptthema“, erzählt er. Mehr als 20 Kundengespräche hat er bis zum Nachmittag schon geführt, aus Erfahrung weiß er, dass daraus der ein oder andere Auftrag zustande kommt. Die Besucher bummeln über das Messegelände. Viele haben in Taschen oder Eimern Prospektmaterial eingepackt und sind im Gespräch mit Ausstellern. „Für einen Samstag ist das Interesse super gut“, meint Sigrid Köhl von RoJa Bau aus Weilerbach. Sie zeigt Sonnenschutz und Terrassendächer, die später noch mit Zusatzelementen geschlossen werden können. Auch Hans Trumm, Mitarbeiter eines Landstuhler Baumarktes, der seinen Handwerkerservice bewirbt, ist mit dem Besuch mehr als zufrieden. „Es sind viele Menschen da, am Sonntag erwarten wir noch mehr“, meint er. Am zweiten Messetag beteiligt sich die Geschäftswelt im Zentrum mit einem verkaufsoffenen Sonntag, zudem verkehrt eine kostenlose Bimmelbahn. Die Fördergemeinschaft Landstuhl verteilt Flyer mit einer Auflistung der geöffneten Läden und Sonderaktionen ihrer Mitglieder, sogenannte „Fahrkarten durch die Landstuhler Geschäfte“. Der Fahrradparcours auf dem Neuen Markt blieb samstags unbesetzt, laut Organisator Joachim Felka wegen eines Krankheitsfalls. „Heute ist er geöffnet“, kündigt er am frühen Sonntag an. (lmo)

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