Ramstein-Miesenbach
Landleben: Junge Spanier machen Freiwilligendienst im Jugendbüro
Das Jugendbüro nimmt schon seit dem Jahr 2015 an dem Projekt teil, berichtet Markus Gödtel, der Leiter des Jugendbüros. „Wir nehmen jedes Jahr mindestens einen Freiwilligen auf. Wir entsenden aber auch“, sagt er. Den ersten Kontakt mit Natalia Hueso und Pedro Pablo Charris Alvarez hatte er über einen Videoanruf. Seit Juli sind die beiden in Ramstein.
Sie arbeiten auch in Schulen
„Ich habe eine Anzeige in der Zeitung gesehen und wollte die Chance nutzen“, erläutert Natalia Hueso, wie sie auf das Europäische Solidaritätskorps aufmerksam geworden ist. „Man lernt jeden Tag etwas Neues über Deutschland, und die Sprache in den Sprachkursen zu lernen, macht mir Spaß. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit“, sagt sie. Nach ihrem Wirtschaftsstudium hatte Hueso nicht direkt eine Anstellung in Spanien gefunden und wollte ihre freie Zeit nutzen – da kam die Gelegenheit zum Freiwilligendienst wie gerufen. Auch Pedro Charris hat gerade seine Ausbildung zum Tiermedizinischen Assistenten abgeschlossen und war „für alles offen, was noch kommt“. Am meisten freute der 21-Jährige sich darauf, in Deutschland „die Sprache zu lernen und mein Englisch zu verbessern. Außerdem will ich die Kultur hier kennenlernen und selbstständiger werden.“
Neben der Arbeit im Jugendbüro, bei der sie die Mitarbeiter mit ihrem Spanisch unterstützen, arbeitet Hueso drei Tage in der Woche an der Realschule plus und Charris an der Grundschule in Ramstein-Miesenbach. „Wir helfen da, wo man uns braucht. Egal ob es Gartenarbeit ist oder bei den Kindern, wir sind da wo wir gebraucht werden“, beschreibt Charris seine Tätigkeit in der Grundschule. „Am liebsten spiele ich mit den Kindern, sie sind sehr lustig und ich kann gut mit ihnen Deutsch üben.“ Huesos liebste Beschäftigung sind die Unterrichtsstunden, bei denen sie Deutsch lernen: „Es ist schwer, aber es macht mir viel Spaß.“
Vorfreude auf die Weihnachtsmärkte
Die beiden Freiwilligen aus Rota haben auf Spaziergängen und Ausflügen einige schöne Ecken in Kaiserslautern und Frankfurt gesehen. Doch eine Sache steht noch auf der Liste: „Wir wollen mit anderen mal abends in eine Bar gehen und das Nachtleben hier kennenlernen“, verrät Hueso. „Hier im Moment zu leben und alles zu genießen, neue Leute und Orte kennenzulernen, ich denke, das ist unser Ziel.“
Gespannt sind Charris und Hueso auf den Winter in Deutschland. „Ich würde mich wirklich freuen, hier mal Schnee zu sehen. In Spanien ist das ja wirklich selten“, meint Hueso. Charris freut sich besonders auf den Weihnachtsmarkt. „Die Weihnachtsmärkte in Deutschland sind auf der ganzen Welt bekannt, und ich will das alles selbst sehen.“
Nächstes Jahr im Juli fliegen Natalia und Pedro wieder zurück nach Rota. Mit ihrem Engagement beim Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps hoffen sie, junge Leute in der Pfalz dafür zu begeistern, ebenfalls daran teilzunehmen. „Es ist eine gute Möglichkeit, neue Leute und Länder kennenzulernen und auch Sprachkenntnisse zu verbessern. Für junge Leute ist das einfach toll“, sagt Hueso.
Info
Wer Interesse an dem Projekt hat, kann nicht nur auf der Internetseite des Europäischen Solidaritätskorps www.solidaritaetskorps.de Informationen finden, sondern auch direkt im Jugendbüro in Ramstein-Miesenbach.