Kreis Kaiserslautern Keine Standgebühren bei Festen

Die Ortsgemeinde Stelzenberg erhebt für die nächsten drei Jahre vorerst keine Standgebühren bei Veranstaltungen wie der Kerwe oder dem Backofenfest. Bisher waren pro Stand 50 Euro an die Ortsgemeinde zu berappen.
Den Vorschlag dazu brachte FWG-Ratsmitglied Werner Gundacker in den Gemeinderat ein. Das war das Ergebnis einer längeren Diskussion, nachdem Ortsbürgermeister Rainer Demuth (SPD) betont hatte, dass es keine einzelne Zugeständnisse und Ausnahmen geben dürfe. Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Straußjugend. Sie organisiert die Kerwe und bestückt den Kerweplatz. Es sei mittlerweile sehr schwer, Fahrgeschäfte und Verkaufsstände für das Fest zu gewinnen. Deshalb regte sie an, ihre zu zahlende Standgebühr direkt einem Schausteller zukommen zu lassen. Die FWG-Fraktion regte die Aufstellung einer Mitfahrerbank am Lindenbrunnen an. In der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn wird dieses Konzept derzeit in mehreren Ortsgemeinden umgesetzt, die Idee stammt aus Mehlingen vom Verein „Mehlingen hilft“. Die Mitfahrerbänke sollen als feste Standorte dienen, an denen Bürger auf Mitfahrgelegenheiten warten können. Erste Spenden seien zugesagt, so FWG-Fraktionsvorsitzender Fritz Geib. Ziel sei es, die Aufstellung für die Gemeinde kostenneutral zu gestalten. Somit sollen kostenlose Fahrten nach Kaiserslautern und Trippstadt möglich sein. Der Antrag wurde von den Ratsmitgliedern begrüßt und soll umgesetzt werden. Das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Breitenau wird an Pfingsten gefeiert. Die Bewirtschaftung am Begegnungstag im Mehrgenerationentreff übernimmt der Landfrauenverein. Das Programm für die Delegation aus Frankreich sieht nach dem Willen des Rates so aus: Nach der Begrüßung im Ratssaal und einem Gottesdienstbesuch steht die Besichtigung der Brauerei im Karlstal an. Nach Kaffee und Kuchen geht es auf die Rückreise. Ortsbeigeordnete Renate Flesch (SPD) regte die Aufstellung von zwei Hundetoiletten an. Eine sogenannte Dog-Clean-Station kostet 451 Euro. Diese einzurichten, sei kein Mittel, um der Verunreinigung durch Hundekot entgegenzuwirken, entgegnete Claudia Klär (FWG). Außerdem seien die Kosten zu hoch. Mit großer Mehrheit entschied sich das Gremium für die Suche nach Alternativen. Ratsmitglied Reinhold Meister (SPD) fand die volle Zustimmung bei seinem Vorstoß, dass eine Ratssitzung, egal bei welchem Punkt, um 22 Uhr beendet wird; die Sitzungen in Stelzenberg beginnen in der Regel um 19.30 Uhr. An diesem Abend konnte der Ortsbürgermeister um 21.56 Uhr den nichtöffentlichen Teil schließen. Ein Mitbürger fragte nach der Sanierung des Bürgersteiges in der unteren Hauptstraße und ob Kosten auf die Anwohner zukommen. Aussagen über den Zeitpunkt der Maßnahme und über umlegungsfähige Kosten könnten derzeit noch nicht gemacht werden, informierte der Ortsbürgermeister. Im Torweg wird ein Wohngebäude abgebrochen, auf dem Grundstück sind zwei Einfamilienhäuser geplant. Die Kommune hat einen Käufer für das Grundstück im Aspeneck. Allerdings wird es nur dann zum Verkauf kommen, wenn das Areal, auf dem noch Betonplatten und Mauerwerk sind, baureif übergeben wird. Der Rat vergab den Auftrag zur Beseitigung an einen Betrieb für 1599 Euro.