Kreis Kaiserslautern Kanalsanierung und Flüchtlinge

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Nachdem die Verbandsgemeinde Landstuhl am Montag bei einer gut besuchten Einwohnerversammlung über die anstehende Kanalsanierung in der Ludwigstraße und die Unterbringung von Flüchtlingen informiert hatte, unterrichtete Bürgermeister Peter Degenhardt (CDU) den VG-Rat in der Sitzung am Donnerstagabend über den Verlauf der Versammlung.

„Was das Projekt Ludwigstraße angeht, wurden Planung und einzelne Abschnitte vorgestellt“, teilte Degenhardt mit. Beginnen sollen die Arbeiten im April 2016 und voraussichtlich bis zum Jahresende andauern. Von der Ecke Weiherstraße bis zur Poststraße wird die Straße aufgerissen und eine neue Abwasserleitung gebaut. Gas- und Wasserrohre werden gleich mit verlegt. Während der Bauphase werde die Strecke durch die nicht gerade für Durchgangsverkehr ausgelegte Vordere Fröhnstraße nicht als Umleitung ausgeschildert. Dadurch sollen zumindest Ortsfremde von dieser kürzesten Möglichkeit, die Baustelle zu umfahren, fern gehalten werden. Mit etwas mehr Verkehr durch die Vordere Fröhnstraße müsse dennoch gerechnet werden. „Machen wir uns nichts vor: Ortskundige fahren durch“, meinte Degenhardt. Für Lastwagen über 3,5 Tonnen und Busse werde die Straße allerdings gesperrt. Die müssen die ausgewiesenen, weitläufigeren Umleitungen über die L430 oder die Autobahn nutzen, um zum Stadtteil Atzel zu gelangen. Anwohnern und Geschäftsleuten soll während der Bauphase die Zufahrt zu ihrem Haus oder Laden so gut es eben geht ermöglicht werden. So soll beispielsweise immer nur das Teilstück der Ludwigsstraße aufgerissen werden, an dem gerade gearbeitet wird. Also immer nur einige Meter. Auch über Abdeckplatten sollen Zufahrtsmöglichkeiten geschaffen werden. „Das mit dem Schulbusverkehr wird schwierig“, weist Degenhardt auf ein weiteres Problem hin. Da Beispielsweise der Weg zum Stadtteil Atzel nur über die Umleitungen (Autobahn oder L430) erreichbar ist, werden die Schüler wohl etwas länger als üblich unterwegs sein und dementsprechend später nach Hause kommen. Eine genaue Planung des Busverkehrs während der Kanalsanierung werde noch in Zusammenarbeit mit dem Kreis erarbeitet. Auch über die derzeitige Asylbewerber- und Flüchtlingssituation in der VG wurde unterrichtet. So könnten wahrscheinlich im einstigen Caritas-Altenzentrum St. Nikolaus nicht nur etwa 60 Flüchtlinge übergangsweise im kommenden Jahr untergebracht werden, sondern auch ein Beratungsangebot für diese aufgebaut werden. Allerdings laufen hier noch die Verhandlungen mit der Caritas. „Wir appellieren, dass jegliche Ghettobildung vermieden wird“, warf Ratsmitglied Heribert Sachs (SPD) bezüglich der langfristigen Unterbringung von Flüchtlingen ein. Ein Punkt, in dem sich alle Ratsmitglieder einig waren. 121 Asylbewerber sind derzeit in der VG untergebracht. Etwa 30 von ihnen kommen aus sicheren Herkunftsländern. Hier arbeite das Land darauf hin, dass diese freiwillig gehen, sagte Degenhardt. Auch würden seit mehreren Wochen keine Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern in die VG geschickt. (bby)

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