Ramstein-Miesenbach
Jürgen Schuff und sein Erfolgsrezept fürs Maxi
Das Maxi in Ramstein ist mehr als ein Restaurant – es ist auch eine Bar und ein Bistro. 40 Mitarbeiter hat Geschäftsführer Jürgen Schuff angestellt – eine große Verantwortung, der sich der 69-Jährige bewusst ist. Im Jahr 2007 hat er das Maxi aus der Taufe gehoben.
„Wir haben keine gewisse Zielgruppe“, sagt Schuff über das Konzept des „Maxi: Resto – Bar – Lounge“. Er möchte nicht nur für ältere Besucher, sondern auch für die jüngeren etwas bieten. Das Essensangebot sei in den vergangenen Jahren immer besser angenommen worden. Auch die zahlreichen Events erfreuten sich einer immer größeren Nachfrage: Von DJ-Partys über Sommerfeste bis hin zu Bierproben reicht das Spektrum. Das breitgefächerte Angebot fußt auf den Ideen des Geschäftsführers. „Ich bin ein sehr intuitiver Mensch“, sagt Schuff. Was von den Gästen gut angenommen wird, biete er eben an.
Was für die lauen Sommerabende
Wie das Leben selbst, sei auch die Gastronomie ein sehr kurzweiliges Pflaster. „Man darf einfach nicht stehenbleiben.“ Obwohl es bis zu den Sommermonaten noch hin ist, lassen Schuff die Gedanken daran schon jetzt nicht los. Erste Ideen schwirren ihm im Kopf herum. „Ich habe bereits etwas in der Pipeline“, erzählt Schuff. „Es ist jedoch noch nichts in trockenen Tüchern.“ Vorstellen könne er sich eine Veranstaltungsreihe, die an lauen Sommerabenden den Gästen ein paar schöne Stunden bieten soll.
Die Besucher zeigen meist ganz schön Ausdauer. „Hier wird auch mal gerne bis in die Nacht gefeiert“, berichtet der Gastronom. Vor Beschwerden von sich gestört fühlenden Nachbarn muss sich Schuff nicht fürchten. Das Maxi liegt abgelegen unweit des Freizeitbads Azur in der Reichswaldstraße. Da mit der Gastronomie immer ein gewisser Lärmpegel einhergehe, sei das für ihn ein willkommener Vorteil. Das Objekt wurde schon zuvor als gastronomischer Betrieb genutzt, jedoch mit einem anderen Konzept.
Sein Job erfüllt ihn
Nach aufwendigen Renovierungen stand für Schuff damals schnell fest, dass das Maxi mehr sein sollte als nur ein Restaurant. Wobei sich die Gäste neben Cocktails und anderen Kaltgetränken selbstverständlich auch die Speisen schmecken lassen. Besonders begehrt seien neben Pizzen und Schnitzeln auch Steaks. Neben einer Standardkarte bieten Schuff und sein Team auch regelmäßig wechselnde Sonderkarten an, beispielsweise bei den zahlreichen Veranstaltungen. „Auch hier muss man flexibel sein, sonst wird es irgendwann für beide Seiten langweilig“, sagt Schuff lächelnd.
Langeweile komme bei ihm aber nie auf. Sein Job erfüllt ihn. Er möchte ihn trotz anstrengender Arbeitszeiten nicht missen. Früh morgens ist er schon auf den Beinen – täglich, in den Sommermonaten meist ab 7 Uhr, in der kühleren Jahreszeit schläft er auch gerne mal eine Stunde länger. Zweimal im Jahr werden Betriebsferien eingelegt, sonst ist das Maxi täglich ab 11 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen ab 10 Uhr. Und dann geht es durch bis in die Nacht.
Früher Betreiber einer Disco
Die Gastronomie ist seine Leidenschaft – „nur mit der geht es“, sagt der 69-Jährige. Dabei hat Schuff erst eine Lehre im Elektrobau gemacht. Mit 18 Jahren kam er zur Gastronomie, seitdem hat sie ihn nicht mehr losgelassen. Er sagt: „Ich wollte eigentlich nur aushelfen.“
Bevor das Maxi zu seiner beruflichen Heimat wurde, war Schuff Betreiber einer Diskothek. Auch daher kommt wohl seine Lust daran, Veranstaltungen zu organisieren. „Ich möchte noch lange im Stande sein, das hier zu machen“, wünscht sich Schuff. Erstmals seit acht Jahren wird der umtriebige Gastwirt eine Reise machen. Wohlverdient, schließlich sei er meist von morgens bis abends im Restaurant – von seiner täglichen Bürozeit abgesehen. „Es ist schwer für mich, abzuspringen und dem Rad des Alltags zu entfliehen“, sagt Schuff. Doch: „Ich muss einfach mal ausschlafen.“ Danach wird ihn die Leidenschaft wieder ins Maxi treiben.