Schopp
Hoffnung auf Glasfaser-Versorgung im gesamten Ort
Im Zuge des sogenannten Breitband-Clusters forciert der Kreis die Versorgung mit sogenanntem schnellen Internet. Dabei ist ein Förderschuss von 90 Prozent im Spiel, der das Großprojekt erschwinglich macht (wir berichteten mehrfach). In Schopp profitieren die Bewohner im südlichen Teil der Ortslage davon. Im nördlichen Teil aber blieben weiße Flecken.
Die Ortsgemeinde aber möchte gerne allen Haushalten die Chance eröffnen, in absehbarer Zeit Datenübertragungen in Gigabit-Sphären zu nutzen. Möglich würde dies in Kooperation mit Deutsche Glasfaser. Diese Unternehmensgruppe nämlich strebt einen Glasfaser-Ausbau in der gesamten Verbandsgemeinde Landstuhl an – auf eigene Initiative hin und komplett eigenfinanziert.
Bedarf im Sommer ermitteln
Dass sich die Komplettversorgung in Schopp somit im nördlichen Teil, außerhalb des Breitband-Clusters, sogar kostenneutral gestalten könnte, freut nicht zuletzt die Gemeindespitze. Ortsbürgermeister Benjamin Busch (CDU) ist jetzt vom Gemeinderat ermächtigt worden, einen Kooperationsvertrag zu unterzeichnen.
Allerdings ist das Angebot der Unternehmensgruppe an eine Bedingung geknüpft: Für sie lohne sich die Sache erst, wenn 40 Prozent der Haushalte im Versorgungsgebiet das Angebot auch tatsächlich nutzen. Wie hoch die Akzeptanz ist, das soll nun im Sommer herausgefunden werden. „Wir sind bisher schon einigermaßen versorgt. Aber gerade in Home-Office-Zeiten merkt man, dass dies an Grenzen stößt“, hofft Busch auf Glasfaser für den gesamten Ort.