Kreis Kaiserslautern Hilfe auf vielfache Weise

Auf den Tag genau gestern vor 160 Jahren wurde der St.-Johannisverein Landstuhl gegründet, auf den die Entstehung des gleichnamigen Krankenhauses zurückgeht. Grund genug, um am Mittwochabend in der Zehntenscheune anzustoßen. Vorsitzender Thomas Pletsch feierte diesen Ehrentag mit rund 100 Gästen. In festlichem Rahmen übergab er im Namen des Vereines Spenden in Höhe von 7000 Euro an mildtätige Organisationen.
Dem St.-Johannisverein ist es zu verdanken, dass es in Landstuhl ein Nardini-Klinikum gibt. Schon bei der Gründung des Vereins am 19. Februar 1854 seien sofort 114 Mitglieder beigetreten, berichtet Pletsch in seiner Festrede. In einem Abriss geht er auf die Geschichte des Vereines ein, der schon immer die Pflege der Armen und Kranken zum Ziel hatte.
Sie wird zunächst von den Mallersdorfer Franziskanerinnen in häuslicher Form übernommen, bevor der Verein eine Krankenstation in der Kirchenstraße in dem Haus Nummer 37 einrichtet.
Spenden und Schenkungen ermöglichen dem Verein 1855, das heutige Bürgerhaus zu kaufen und darin ein Spital aufzubauen. Während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 bis 1871 und des Ersten Weltkrieges dient es als Militärlazarett. Durch Anbauten, Erweiterungen und Investitionen in die Ausstattung entwickelt es sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Krankenhaus mit mehreren Stationen.
Im Mai 1962 überträgt der Verein das Krankenhaus mitsamt Grundbesitz an die Armen Franziskanerinnen in Mallersdorf. Es wird vertraglich vereinbart, dass es wieder in den Besitz des Vereines geht, falls der Orden nicht mehr in der Lage sein sollte, es unter diesem Namen und in gleicher Weise weiterzuführen. Seit der Gründung der Ökumenischen Sozialstation 1973 wird sie unter anderem vom St.-Johannisverein finanziell unterstützt.